30 May 2026, 18:04

Techniker Krankenkasse warnt vor dramatischem Anstieg bei Behandlungsfehlern 2025

Behandlungsfehler: Anzahl der vermuteten Fälle erreicht neuen Rekord

Techniker Krankenkasse warnt vor dramatischem Anstieg bei Behandlungsfehlern 2025

Techniker Krankenkasse meldet deutlichen Anstieg bei Verdachtsfällen auf Behandlungsfehler

Die deutsche Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnet einen starken Anstieg bei gemeldeten Verdachtsfällen auf ärztliche Kunstfehler. 2025 registrierte die Kasse 7.540 Vorfälle – ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen lösten Forderungen nach strengeren Meldepflichten und mehr Transparenz im Gesundheitswesen aus.

Mit 29 Prozent entfiel der größte Anteil der Verdachtsmeldungen auf chirurgische Eingriffe. Zusammen mit Zahnmedizin, Kieferorthopädie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe machten diese drei Bereiche über die Hälfte aller gemeldeten Fälle aus.

Der TK-Experte für Behandlungsfehler, Jonas Petersen, verwies auf rechtliche Hürden, die Versicherer daran hindern, betroffene Patientinnen und Patienten proaktiv zu informieren. Gleichzeitig rief er Versicherte dazu auf, Bedenken unverzüglich bei ihren Leistungserbringern zu melden. Viele Fälle, so die Kasse, blieben vermutlich unentdeckt und ungemeldet.

TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas fordert nun systemische Reformen, darunter ein zentrales Meldesystem und eine verpflichtende Erfassung in allen Gesundheitseinrichtungen. Er plädierte für eine stärkere Kultur der Verantwortung und kritisierte, dass aktuelle Praktiken zu viele Vorfälle ungelöst ließen. Bei den bestätigten Fällen führte etwa jeder dritte zu einem förmlichen Verfahren.

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Die Zahlen für 2025 unterstreichen einen besorgniserregenden Trend: Chirurgische Fehler dominieren die Meldungen. Die TK-Vorschläge zielen darauf ab, Lücken bei der Aufdeckung und Ahndung zu schließen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnte sich die Art und Weise, wie in Deutschland mit medizinischen Fehlern umgegangen wird, grundlegend ändern.

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