Über 2.000 Menschen demonstrieren in Berlin-Kreuzberg gegen Patriarchat und Rassismus
Maximilian SchmidtÜber 2.000 Menschen demonstrieren in Berlin-Kreuzberg gegen Patriarchat und Rassismus
Mehr als 2.000 Menschen nahmen an Frauenkundgebung in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai teil
Am Vorabend des 1. Mai versammelten sich über 2.000 Menschen zu einer Frauenkundgebung in Berlin-Kreuzberg. Die Veranstaltung, die in der Walpurgisnacht stattfand, führte die Teilnehmenden in gespannter Atmosphäre von der Kottbusser Damm bis zur Köpenicker Straße. Die Polizei meldete vereinzelte Vorfälle mit Feuerwerkskörpern, geworfenen Gegenständen und leichten Sachbeschädigungen.
Die Demonstration startete an der Kottbusser Damm und zog anschließend durch die Stadt. Die Organisatorinnen erklärten, die Kundgebung richte sich gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung und rufe zum Widerstand gegen patriarchale Strukturen auf. In einer Stellungnahme betonten sie, es gehe um die Rückeroberung von Rechten und die Verweigerung von Anpassung.
Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstrierenden auf etwa 2.600 Personen. Mit einem starken Aufgebot an Sicherheitskräften war die Polizei präsent: Rund 1.800 Beamte waren am Donnerstag und in der Walpurgisnacht in ganz Berlin im Einsatz. Die Stimmung blieb während des gesamten Marsches spürbar angespannt.
Vier Fälle von Sachbeschädigung wurden registriert, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Vereinzelt wurden Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände auf Beamte geworfen. Eine Person wurde wegen Beleidigung eines Polizisten festgenommen. Die Organisatorinnen entschieden, die Kundgebung etwa zehn Minuten früher als geplant zu beenden.
Die Demonstration endete ohne größere Eskalation, wenn auch mit kleineren Störungen. Die Polizei blieb mit einem starken Aufgebot vor Ort und beobachtete die Lage genau. Die Veranstaltung unterstrich die anhaltenden Spannungen im Zusammenhang mit sozialen Gerechtigkeitsfragen im Vorfeld des 1. Mai.






