Universität Freiburg erlässt Studiengebühren für iranische Studierende in Not
Clara HofmannUniversität Freiburg erlässt Studiengebühren für iranische Studierende in Not
Die Universität Freiburg wird im Sommersemester 2026 für etwa 50 iranische Studierende die Studiengebühren erlassen. Dieser Schritt erfolgt, da finanzielle Unterstützung aus dem Iran aufgrund der zunehmenden Spannungen im Land unzuverlässig geworden ist. Internationale Studierende aus Staaten außerhalb der EU zahlen in Baden-Württemberg in der Regel 1.500 Euro pro Semester.
Die Hochschule handelte schnell, um Studierenden in akuter finanzieller Notlage zu helfen. Alle Anträge auf Gebührenbefreiung wurden zügig bearbeitet und bewilligt. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit der wachsenden Instabilität im Iran, durch die viele Studierende keine Gelder mehr aus ihrer Heimat erhalten.
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski rief andere Hochschulen in Baden-Württemberg auf, diesem Beispiel zu folgen. Sie forderte sie auf, einfache und schnelle Lösungen für betroffene Studierende zu schaffen. Unterdessen leisten die Studierendenwerke Notfallhilfen, darunter Härtefallfonds, für diejenigen, die Unterstützung benötigen.
Der Gebührenerlass gilt ausschließlich für iranische Studierende in Freiburg im kommenden Semester. Bisher wurden keine Angaben zur Gesamtzahl der eingeschriebenen iranischen Studierenden oder dazu gemacht, ob ähnliche Maßnahmen auf andere Gruppen ausgeweitet werden.
Durch den Erlass der Gebühren wird der finanzielle Druck für etwa 50 Studierende in Freiburg gemildert. Ohne diese Regelung hätten sie im Sommersemester 1.500 Euro an Studiengebühren zahlen müssen. Die Entscheidung der Universität spiegelt die allgemeinen Bemühungen wider, internationale Studierende in Krisenzeiten zu unterstützen.






