Vom Gefängnis zum lebendigen Quartier: Studierende entwerfen Zukunft für Rennelberg
Clara HofmannVom Gefängnis zum lebendigen Quartier: Studierende entwerfen Zukunft für Rennelberg
Für das alte Gefängnis Rennelberg in Braunschweig zeichnet sich eine neue Vision ab. Studierende der Technischen Universität Braunschweig haben kreative Pläne präsentiert, um das Gelände in ein lebendiges Stadtviertel zu verwandeln. Ihre Entwürfe sind noch bis zum 20. Mai im historischen Rathaus ausgestellt.
Das Projekt startete Ende 2018, als der Verwaltungsausschuss der Stadt einen Beschluss fasste, einen Entwicklungsplan für das Areal zu erarbeiten. Seither arbeiten die Studierenden daran, die ehemalige Justizvollzugsanstalt und ihre Umgebung neu zu denken.
Drei Entwürfe stachen im Wettbewerb besonders hervor: Franziska Heininger und Johannes Quirin erhielten den ersten Preis für "Von Mauern zur Gemeinschaft: Die Umgestaltung des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg". Adriana Gens und Mareike Meier belegten mit "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen" den zweiten Platz. Sarah Suttner López und Robert Sievert erreichten den dritten Rang mit "Nachbarschaft statt Gefängnis: Gemeinschaft über Mauern".
Bevor die Umgestaltung beginnt, wird das Gefängnis vorübergehend zu einem kulturellen Zentrum: In diesem Sommer findet dort im Juni das Theaterformen-Festival statt. Noch hat die Stadt jedoch keine Bauarbeiten eingeleitet. Entscheidend für die weiteren Schritte ist der Ausgang des laufenden Verkaufsverfahrens für das Gefängnisgelände.
Die studentischen Entwürfe liefern frische Ideen für die Zukunft des Standorts – doch wie es dort weitergeht, bleibt vorerst ungewiss. Erst nach dem Abschluss des Verkaufs können konkrete Planungen voranschreiten. Bis dahin hat die Öffentlichkeit im Rathaus die Möglichkeit, sich die Vorschläge anzuschauen.






