13 June 2026, 22:03

Warken plant Steuererleichterungen für private Pflegevorsorge – doch reicht das?

Warken will private care insurance steuerlich fördern

Warken plant Steuererleichterungen für private Pflegevorsorge – doch reicht das?

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat neue Steueranreize vorgeschlagen, um die private Pflegevorsorge in Deutschland zu stärken. Sie argumentiert, dass das gesetzliche System mit einer wachsenden Finanzierungslücke konfrontiert sei und stärker auf private Unterstützung angewiesen sei. Ihre Reformen zielen darauf ab, die finanzielle Belastung des Pflegesystems zu verringern, ohne die Kosten auf die Kommunen abzuwälzen.

Warken möchte erreichen, dass Beiträge für private Pflegeversicherungen steuerlich wie Altersvorsorgebeiträge absetzbar werden. Damit sollen zusätzliche private Pflegepolicen für die Bevölkerung attraktiver werden. Ihres Erachtens muss die private Vorsorge eine größere Rolle bei der Finanzierung künftiger Pflegebedürfnisse übernehmen.

Derzeit decken die gesetzlichen Leistungen oft nicht die vollen Pflegekosten – insbesondere in stationären Einrichtungen. Um dies auszugleichen, können Zusatzversicherungen wie Pflegekostenversicherungen, Pflegerenten oder Tagegeldversicherungen die Lücken schließen. Der Gesetzentwurf sieht Maßnahmen vor, um diese Optionen zu fördern und die Belastung des gesetzlichen Systems zu verringern.

Die geplanten Reformen sollen die langfristige Finanzierung der Pflege in Deutschland stabilisieren. Durch die Stärkung der privaten Vorsorge hofft die Regierung, eine bessere Absicherung für die Bürger zu gewährleisten. Die Änderungen sind darauf ausgelegt, das System zu entlasten, statt die Kosten auf die Kommunen zu verlagern.

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