Warnstreiks bei Postbank: ver.di fordert 8 Prozent mehr Lohn für 9.000 Beschäftigte
Clara HofmannWarnstreiks bei Postbank: ver.di fordert 8 Prozent mehr Lohn für 9.000 Beschäftigte
Die Gewerkschaft ver.di hat zu Warnstreiks in Postbank-Filialen in Niedersachsen und Bremen aufgerufen. Rund 300 Beschäftigte werden voraussichtlich am Donnerstag, dem 30. April, und am Samstag, dem 2. Mai, die Arbeit niederlegen, nachdem die Tarifverhandlungen für etwa 9.000 Mitarbeiter, die nun zur Deutschen Bank gehören, ins Stocken geraten sind.
Die Streiks folgen gescheiterten Verhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen. Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 8 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Zudem verlangt die Gewerkschaft eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 200 Euro.
Bundesweit wurden die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG aufgefordert, sich an den Aktionen zu beteiligen. Der verhandlungsführende Gewerkschafter Jan Duscheck betonte, dass die Mitarbeiter eine klare Würdigung ihrer Leistungen erwarten. Neben den Löhnen geht es in den Gesprächen auch um die Umstrukturierung des Filialgeschäfts, einschließlich Filialschließungen und organisatorische Veränderungen.
Die nächste Runde der Tarifverhandlungen ist für den 18. Mai 2026 in Frankfurt am Main angesetzt. Bis dahin müssen Kunden in den betroffenen Regionen mit Einschränkungen im Service rechnen, da die Beschäftigten protestieren.
Die Streiks unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen ver.di und der Postbank-Führung. Da weitere Verhandlungen geplant sind, wird deren Ausgang über Lohnanpassungen und zukünftige Arbeitsbedingungen für fast 9.000 Mitarbeiter entscheiden. Bis zu einer Einigung ist mit weiteren Servicebeeinträchtigungen zu rechnen.






