Warum der 2. Februar den vergessenen Autoluftfrischern gehört
Jedes Jahr am 2. Februar rückt ein skurriler Feiertag alte Autoluftfrischer für einen Moment ins Rampenlicht. Als "Tag des arbeitslosen Luftfrischers" bekannt, würdigt dieser Tag die verblassten, duftlosen Tannenbaum-Anhänger, die einst am Rückspiegel baumelten. Die Tradition begann 2017 – ins Leben gerufen von einer Hörerinitiative des deutschen Radiosenders WDR 1Live.
Die Idee zum Feiertag stammte von WDR 1Live, das sein Publikum über eine neue inoffizielle Feier abstimmen ließ. Die Hörer wählten den 2. Februar, weil er den Beginn eines Monats markiert – eine Zeit, in der viele Luftfrischer, längst ihrer Duftnote beraubt, im Müll landen oder in Vergessenheit geraten. Die Begründung des Senders war simpel: Selbst in ausgedientem Zustand verdienen diese einst nützlichen Begleiter Anerkennung.
Der Tag animiert die Menschen dazu, auf Duft zu verzichten und der "Rente" ihrer ehemaligen Rückspiegelgefährten zu gedenken. Im Laufe der Jahre gesellte er sich zu einer wachsenden Liste verspielter, inoffizieller Feiertage, die von Radiosendern und Online-Communities erfunden wurden. Dazu zählen etwa der Tag des Glücksschweins (2021), der Tag der gleichfarbigen Socken (2021) oder neuere Kreationen wie der Tag der Drehtür (2023) und der Tag der Erbsensuppe (2024). Keiner dieser Tage ist offiziell anerkannt, doch sie verbreiten sich über soziale Medien, Online-Kalender und öffentliche Teilhabe.
Der Tag des arbeitslosen Luftfrischers sticht durch seinen humorvollen Blick auf Alltagsgegenstände hervor, die ihre Bestimmung überlebt haben. Seine Entstehung ist gut dokumentiert und geht auf den interaktiven Ansatz des Senders zurück, neue Traditionen gemeinsam mit den Hörern zu schaffen.
Die Feier gewinnt Jahr für Jahr an Aufmerksamkeit – besonders bei Autofahrern und Radiohörern. Sie erinnert an die kleinen, oft übersehenen Dinge, die einst zum Alltag gehörten. Ohne Anzeichen von Nachlassen behält der Tag seinen Platz im Kalender der kuriosen Feiertage.