Wolf beißt Frau in Hamburg-Altona – nach Rettungsversuch aus automatischer Tür
Maximilian SchmidtWolf beißt Frau in Hamburg-Altona – nach Rettungsversuch aus automatischer Tür
Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – nach Versuch, ihn aus automatischer Tür zu befreien
Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem sie versucht hatte, das Tier aus einer automatischen Schiebetür zu befreien. Das Tier wurde später gefangen und in eine Wildtierstation im Stadtteil Rissen gebracht. Nun debattieren die Behörden, ob der Wolf freigelassen oder eingeschläfert werden soll.
Der Vorfall ereignete sich, als die Frau dem eingeklemmten Wolf helfen wollte. Das Tier biss sie ins Gesicht, bevor es ohne Betäubung gesichert werden konnte. Derzeit wird es in der Wildtierstation Klövensteen untergebracht, während über sein weiteres Schicksal entschieden wird.
Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), äußerte sich im Gespräch mit der Bild zu dem Fall. Er betonte, dass es unethisch sei, einen wilden Wolf dauerhaft in Gefangenschaft zu halten. Stattdessen schlage er zwei Möglichkeiten vor: die Tötung des Tieres oder seine Freilassung mit einem GPS-Senderhalsband.
Dammann-Tamke unterstrich, dass Wölfe lernen müssten, Menschen aus dem Weg zu gehen. Er verwies auf einen Fall aus dem Jahr 2016, bei dem ein Wolf namens Kurti getötet worden war, weil er weniger aggressives Verhalten gezeigt hatte. Zudem wies er darauf hin, dass die Entnahme einzelner Wölfe das Verhalten ganzer Rudel beeinflussen könne.
In Hamburg und seiner unmittelbaren Umgebung gibt es keinen dauerhaften Wolfsbestand. Allerdings ziehen vereinzelt Einzelgänger aus östlichen Regionen durch Norddeutschland. Zuletzt gab es Sichtungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, nicht jedoch in Hamburg selbst.
Der DJV-Präsident betonte die Notwendigkeit eines Ausgleichs zwischen menschlicher Sicherheit, Weidetierschutz und Wolfsschutz. Seine Aussagen wurden in der Mittwochsausgabe der Bild veröffentlicht.
Der gefangene Wolf bleibt vorerst in Obhut, während die Behörden über das weitere Vorgehen beraten. Sollte er freigelassen werden, wird er voraussichtlich mit einem Sendegerät ausgestattet. Die Entscheidung wird maßgeblich beeinflussen, wie künftige Begegnungen zwischen Menschen und Wölfen in der Region gehandhabt werden.






