31 March 2026, 06:06

Ainetters neuer Krimi entlarvt Machtspiele zwischen Politik und Medien

Großes Gebäude des Kaiserlichen Hotels in Berlin mit Fenstern, umgeben von Grün, geparkten Autos, Straßenlaternen mit Flaggen und einem bewölkten Himmel.

Ainetters neuer Krimi entlarvt Machtspiele zwischen Politik und Medien

Wolfgang Ainetters neuer Krimi Einigkeit, Recht und Rache entführt die Leser in die undurchsichtige Welt politischer Macht und Medienmanipulation. Im Haymon Verlag erschienen, verbindet das 352 Seiten starke Buch beißende Satire mit einem packenden Mordfall, der im Milieu der Berliner Elite spielt.

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Die Handlung nimmt ihren Lauf beim Bundespresseball im Berliner Hotel Adlon, wo ein verhasster Kanzler und sein oft übergangener Finanzminister ein gewaltsames Ende finden. André Heidergott, ein Wiener Ermittler, der für den Regierungsviertel Berlins arbeitet, wird mit der Aufklärung der spektakulären Morde beauftragt. Je tiefer er gräbt, desto mehr kommen die kleinen Machtkämpfe und die unkontrollierte Einflussnahme der Mächtigen ans Licht.

Ainetter stützt sich dabei stark auf seine eigene Vergangenheit – als Journalist und Pressesprecher für Bild, News und Heute sowie seine Zeit im Bundesverkehrsministerium. Seine Erfahrungen verleihen dem Roman Authentizität, besonders in der Darstellung von Medienhysterie, Krisenkommunikation und dem angespannten Verhältnis zwischen Politikern und Journalisten. Die Kämpfe des Protagonisten mit dem sensationalistischen Nachrichtenzirkus spiegeln reale Dynamiken wider, die Ainetter in den 2010er-Jahren in Wien selbst erlebte.

Doch Einigkeit, Recht und Rache ist nicht nur politische Satire, sondern auch ein klassischer Krimi, der Schicht für Schicht Täuschung und Machtgier enthüllt. Schon im Vorwort setzt Ainetter mit einem Augenzwinkern den Ton: Die Geschichte sei so wahr wie die Wahlversprechen von Friedrich Merz. Alle Figuren, so seine Anmerkung, hätten eidesstattlich versichert, nicht zu existieren – eine spielerische, aber scharfzüngige Pointe.

Mit einem Preis von 14,95 Euro bietet der Roman eine Mischung aus Krimispannung und Insider-Kritik. Über Heidergotts Ermittlungen seziert Ainetter die Gefahren einer entfesselten Medienlandschaft und politischer Korruption. Das Finale lässt keinen Zweifel daran, wie wenig der Autor von Macht ohne Kontrolle hält.

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