Aron Boks erkundet als neuer Stadtschriftsteller Halles verborgene Geschichten
Maximilian SchmidtAron Boks erkundet als neuer Stadtschriftsteller Halles verborgene Geschichten
Aron Boks, ein Schriftsteller aus Sachsen-Anhalt, hat seine Residenz als neuer Stadtschriftsteller in Halle (Saale) begonnen. Der 1997 in Wernigerode geborene Autor lebt zwar in Berlin, kehrt nun aber in die Region zurück, um ihre Geschichten und Begegnungsorte zu erkunden. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie verschiedene Generationen und Gemeinschaften in der Stadt miteinander verbunden sind.
Seine Residenz startete im April 2026 mit dem Ziel, den Charakter Halles durch Gespräche mit Einheimischen zu erfassen. Boks ist überzeugt, dass das wahre Wesen der Stadt in ihren Orten der Begegnung liegt – jenen Plätzen, an denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und Verbindungen knüpfen. Um diese Geschichten zu sammeln, hat er die Bewohnerinnen und Bewohner eingeladen, ihre Lieblingsorte für Begegnungen oder persönliche Erlebnisse von Gemeinschaft in Halle zu teilen.
Sein erstes öffentliches Event ist eine Lesung am Montag, dem 4. Mai 2026, um 19 Uhr im Lichthaus Halle. Der Veranstaltungsort blickt auf eine lange Geschichte zurück: Ursprünglich wurde er 1963 als LICHTSTUDIO eröffnet. Boks hat sich bereits in seinen Büchern Nackt in die DDR und Starkstromzeit mit Halle beschäftigt, doch diese Residenz ermöglicht ihm eine tiefere, persönlichere Auseinandersetzung mit der Stadt.
Statt aus der Distanz zu beobachten, möchte er sich in den Alltag Halles einfühlen. Indem er den Menschen zuhört, will er die Schnittstellen zwischen Generationen, Subkulturen und geteilten Räumen einfangen, die die Stadt prägen.
Die Residenz erstreckt sich über mehrere Monate, in denen Boks die Geschichten der Hallenser dokumentiert. Seine Erkenntnisse könnten zukünftige Schreibprojekte inspirieren, während die Lesung im Mai im Lichthaus Halle die erste Gelegenheit für die Öffentlichkeit bietet, seine ersten Eindrücke zu hören. Die Kulturszene der Stadt hat damit eine neue Stimme gewonnen – eine, die sich dem kollektiven Gedächtnis und den lebendigen Verbindungen Halles widmet.






