Aurubis setzt neue Maßstäbe bei nachhaltiger Kupferproduktion und ESG-Bewertungen
Ella WagnerAurubis setzt neue Maßstäbe bei nachhaltiger Kupferproduktion und ESG-Bewertungen
Aurubis festigt Führung bei nachhaltiger Kupferproduktion
In den vergangenen drei Jahren hat Aurubis seine Position als Vorreiter in der nachhaltigen Kupferherstellung weiter ausgebaut. Die Bewertungen des Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) übertreffen mittlerweile große Konkurrenten wie Codelco, Glencore und Southern Copper. Aktuelle Aufwertungen durch Agenturen wie Sustainalytics und MSCI spiegeln die Fortschritte bei der Risikoreduzierung und der Verbesserung der Transparenz wider.
Gleichzeitig hat Aurubis seine Finanzprognosen für 2025/26 angehoben und erwartet ein Ergebnis vor Steuern zwischen 375 und 475 Millionen Euro. Dennoch ist der Aktienkurs seit dem Höchststand von 172,90 Euro Ende Februar um etwa 12 % auf derzeit 152,70 Euro gesunken.
Seit 2023 hat das Unternehmen erhebliche Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit gemacht. Sustainalytics stufte Aurubis 2025 von "mittleres Risiko" auf "geringes Risiko" hoch und verlieh ihm eine Punktzahl von 18,5. MSCI verbesserte die Bewertung von "BBB" auf "A", während Wettbewerber wie Glencore bei "BB" und Codelco bei "CCC" blieben.
Der CO₂-Fußabdruck von Aurubis bei der Herstellung von Kupferkathoden liegt mittlerweile mehr als 60 % unter dem globalen Durchschnitt. Bis 2030 strebt das Unternehmen an, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen zu halbieren, die Scope-3-Emissionen pro Tonne um 24 % zu senken und den Recyclinganteil auf 50 % zu steigern. 2025 erreichte Aurubis in der CDP-Klimawertung ein "B" und in der CDP-Wassersicherheit ein "A-minus".
Die finanziellen Investitionen in Nachhaltigkeit sind beträchtlich: Allein 2024/25 gab das Unternehmen 155,4 Millionen Euro für Umweltschutz aus – seit dem Jahr 2000 summieren sich die Aufwendungen auf 1,172 Milliarden Euro. Zudem befindet sich Aurubis in der Endphase seines bisher größten Investitionszyklus, zu dem die Anlage Complex Recycling Hamburg sowie ein 120-Millionen-Euro-Projekt in Bulgarien gehören, das teilweise aus Mitteln der europäischen Kreislaufwirtschaftsförderung kofinanziert wird.
Im März 2026 veröffentlichte Aurubis erstmals ein eigenständiges ESG-Factbook, das institutionellen Anlegern detaillierte Nachhaltigkeitsdaten liefert. Zudem erhielt das Unternehmen von EcoVadis eine Platin-Medaille mit 85 von 100 Punkten und gehört damit zu den besten 1 % der weltweit bewerteten Firmen.
Für Aktionäre hat sich die Rendite verbessert: Die Dividende stieg auf 1,60 Euro pro Aktie – ein Plus von 7 % gegenüber dem Vorjahr. Dennoch notiert die Aktie nach dem 52-Wochen-Hoch von 172,90 Euro Ende Februar aktuell bei 152,70 Euro.
Aurubis führt damit das Feld der Kupferproduzenten in Sachen Nachhaltigkeit an – mit besseren ESG-Bewertungen und geringeren Emissionen als die meisten Mitbewerber. Die finanzielle Perspektive hat sich aufgehellt: Die Gewinnprognosen wurden erhöht, und die Aktionäre profitieren von höheren Dividenden.
Die laufenden Investitionen in Recycling und Umweltschutz unterstreichen die langfristigen Klimaziele des Unternehmens. Trotz des jüngsten Kursrückgangs bleiben die Leistungen in puncto Nachhaltigkeit und Profitabilität solide.






