Benedikt Böhms emotionale Rückkehr zum Shishapangma nach tödlichem Lawinenunglück
Maximilian SchmidtWeltrekorde in Lebensgefahr - Benedikt Böhms emotionale Rückkehr zum Shishapangma nach tödlichem Lawinenunglück
Extrembergsteiger Benedikt Böhm wird 2025 an den Shishapangma zurückkehren – den Schauplatz eines tragischen Unglücks, bei dem sein Jugendfreund und Bergkamerad Sebastian Haag ums Leben kam. Die beiden waren in München aufgewachsen und wurden später zu Pionieren des Speedbergsteigens, die ohne zusätzlichen Sauerstoff die Grenzen des Hochgebirgsalpinismus ausloteten.
Böhm und Haag machten erstmals auf sich aufmerksam, als sie gemeinsam einen Achttausender im Himalaya bezwangen. Ihr Ehrgeiz gipfelte 2014 im Versuch, einen Weltrekord aufzustellen: die Besteigung von Shishapangma und Cho Oyu innerhalb von sieben Tagen – und das ohne künstlichen Sauerstoff.
Am 24. September 2014 endete der Traum in einer Katastrophe. Eine Lawine verschüttete Haag am Shishapangma, beendete den Rekordversuch – und sein Leben. Böhm überlebte. Ihre Geschichte wurde später im Dokumentarfilm Tödlicher Himalaya festgehalten, der die Risiken des Rekordjagens im Extrembergsteigen und die langfristigen Folgen von Haags Tod für Böhm beleuchtet.
Der Film blickt auch auf ihre erste erfolgreiche Speed-Besteigung zurück, einen Meilenstein, der heute eine tiefe persönliche Bedeutung trägt. Böhms Rückkehr zum Shishapangma 2025 jährt sich zum zehnten Mal seit dem Unglück – ein Kreis schließt sich, der mit Triumph begann und in Tragödie endete.
Die Expedition 2025 führt Böhm zurück an den Berg, an dem er Haag verlor. Ihre gemeinsame Geschichte – von Münchner Kindertagen bis zu extremen Höhenleistungen – bleibt ein prägendes Kapitel des Extrembergsteigens. Der Dokumentarfilm Tödlicher Himalaya hält sowohl ihre Erfolge als auch die Gefahren, denen sie sich stellten, bis heute fest.






