Pötsch will Volkswagen-Aufsichtsrat weiterführen – trotz 74 Jahren und Krisenbilanz
Clara HofmannPötsch bleibt VW-Spitzenaufseher - Pötsch will Volkswagen-Aufsichtsrat weiterführen – trotz 74 Jahren und Krisenbilanz
Hans Dieter Pötsch, der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats von Volkswagen, strebt eine weitere Amtszeit an. Mit 74 Jahren steht er seit über einem Jahrzehnt an der Spitze des Kontrollgremiums des Konzerns und stellt sich nun der Abstimmung der Aktionäre über seine Wiederwahl.
Pötsch wechselte 2003 zu Volkswagen und übernahm dort das Amt des Finanzvorstands, das er zwölf Jahre lang innehatte. 2010 wurde er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats berufen – eine Position, die er nach dem gescheiterten Zusammenschlussversuch von Porsche und VW antrat. Fünf Jahre später führte er das Unternehmen durch den Diesel-Skandal, in den 11 Millionen manipulierte Fahrzeuge verwickelt waren und der Strafen in Höhe von über 30 Milliarden Euro nach sich zog.
2016 und 2017 initiierte er die Transformationsstrategie TOGETHER – Strategie 2025, mit der Volkswagen modernisiert werden sollte. Seine Amtszeit war zudem von Krisen wie der COVID-19-Pandemie, globalen Chip-Engpässen, dem Umstieg auf Elektromobilität und geopolitischen Spannungen geprägt.
Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats hat nun seine Wiederwahl vorgeschlagen. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Aktionären, die auf der Hauptversammlung am 18. Juni abstimmen werden.
Falls wiedergewählt, wird Pötsch Volkswagen weiterhin durch die anhaltenden Herausforderungen der Branche führen. Seine Amtszeit umfasste finanzielle, ökologische und technologische Umbrüche – aktuell konzentriert sich der Konzern auf Elektrofahrzeuge und den globalen Markt Druck.






