14 April 2026, 06:06

Berlin schlägt mit Großrazzia gegen illegales Glücksspiel zu – 120 Automaten beschlagnahmt

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien Hunderte Dollar monatlich kosten können.

Berlin schlägt mit Großrazzia gegen illegales Glücksspiel zu – 120 Automaten beschlagnahmt

Berliner Behörden schlagen mit Großrazzia gegen illegales Glücksspiel zu – 120 Spielautomaten beschlagnahmt

Im Rahmen einer konzertierten Aktion gegen die organisierte Kriminalität haben die Berliner Behörden 120 Spielautomaten beschlagnahmt. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Strategie, kriminelle Netzwerke durch die Zerschlagung ihrer finanziellen Strukturen zu schwächen. Nach Angaben der Behörden generieren diese Automaten Millionen an illegalen Gewinnen und treiben die Geldwäsche in der Stadt voran.

Am 18. März durchsuchten rund 400 Beamte verschiedener Behörden 74 Standorte in ganz Berlin. Bei der Operation wurden 120 Spielautomaten sichergestellt, die laut Schätzungen der Ermittler etwa 180.000 Euro für mutmaßliche Kriminelle eingespielt haben. Solche Geräte stehen häufig in Verbindung mit organisierter Kriminalität und verursachen jährlich erhebliche wirtschaftliche Schäden.

Innensenatorin Iris Spranger betonte, dass gemeinsame Einsätze dieser Art fortgesetzt werden, um kriminelle Strukturen an ihrer empfindlichsten Stelle zu treffen – der Finanzierung. Justizsenator Felor Badenberg ergänzte, die Strategie sei klar: "Trefft die Täter dort, wo es am meisten wehtut – beim Geld."

Seit August 2023 hat Berlin bereits Einziehungsbeschlüsse in Höhe von rund 330.000 Euro durchgesetzt. In laufenden Verfahren geht es um Vermögenswerte von über zwei Millionen Euro, während zusätzlich Immobilien im Wert von sieben Millionen Euro eingezogen wurden. Nun treibt der Berliner Senat eine Änderung des Bundesrechts voran, um die Beweislast umzukehren. Sollte der Vorschlag angenommen werden, müssten Verdächtige in bestimmten Fällen nachweisen, dass ihr Vermögen aus legalen Einkünften stammt – andernfalls droht der Verlust.

Die Razzia unterstreicht Berlins härteren Kurs gegen organisierte Kriminalität, insbesondere im Bereich des illegalen Glücksspiels. Mit Millionen an beschlagnahmten Geldern und weiteren laufenden Ermittlungen erhöhen die Behörden den finanziellen Druck auf kriminelle Netzwerke. Die geplante Gesetzesänderung könnte es Straftätern noch schwerer machen, ihre unrechtmäßig erworbenen Vermögenswerte zu behalten.

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