11 April 2026, 04:04

Bundesrechnungshof enthüllt gravierende Mängel im Kampf gegen Steuerkriminalität

Schwarz-weiß-Foto eines Steuerformulars mit Text und numerischen Einträgen.

Bundesrechnungshof enthüllt gravierende Mängel im Kampf gegen Steuerkriminalität

Deutschlands Kampf gegen Steuerkriminalität erleidet schwere Rückschläge, so ein neuer Bericht des Bundesrechnungshofs. Die Untersuchung deckt gravierende Mängel beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) auf, das seiner gesetzlichen Pflicht zur Unterstützung der Länderbehörden nicht ausreichend nachkommt.

Laut Prüfbericht fehlen dem BZSt klare Organisationsstrukturen, ausreichend Personal und eine angemessene technische Ausstattung. Diese Defizite behindern die Fähigkeit der Behörde, die Bundesländer wirksam bei der Verhinderung und Verfolgung großangelegter Steuerdelikte zu unterstützen. Dadurch gingen Chancen verloren, Steuerausfälle zurückzuholen – etwa im Zusammenhang mit internationalen Datenleaks wie den Panama Papers.

Der Bundesrechnungshof stellt zudem fest, dass die Rolle des Bundes in der Steuerstrafverfolgung nach wie vor begrenzt bleibt. Obwohl rechtliche Gutachten bestätigen, dass eine Ausweitung der Bundeskompetenzen zulässig wäre, hat das Bundesfinanzministerium entsprechende Schritte verzögert. Haushaltsengpässe und Kompetenzstreitigkeiten blockieren notwendige Reformen.

Unterdessen fordern die Länder mehr Unterstützung durch den Bund. Der Bericht betont die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesbehörden. Empfohlen wird eine grundlegende Reform des BZSt, um seine Effektivität im Kampf gegen Steuerkriminalität zu steigern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Erkenntnisse zeigen systemische Schwächen im deutschen Steuervollzug auf. Ohne sofortige Reformen bleibt die Fähigkeit des BZSt, Steuerhinterziehung zu bekämpfen und ausstehende Steuereinnahmen einzutreiben, weiter beeinträchtigt. Der Bericht mahnt umgehende Maßnahmen an – insbesondere bei Personal, Ressourcen und der abgestimmten Zusammenarbeit der Behörden.

Quelle