17 March 2026, 14:06

Bundesregierung plant drastische Maßnahmen gegen Rekord-Spritpreise bis April

Diagramm, das die Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten zeigt, mit zwei Linien, die den Preisverlauf über die Zeit darstellen, eine abnehmend (blau) und eine zunehmend (grün).

Bundesregierung wird bis Anfang April Preispaket für Kraftstoffe abschließen - Bundesregierung plant drastische Maßnahmen gegen Rekord-Spritpreise bis April

Die deutsche Bundesregierung arbeitet unter Hochdruck daran, ein Entlastungspaket für die Spritpreise bis Anfang April zu finalisieren. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund stark gestiegener Benzin- und Dieselkosten in Deutschland, die hierzulande schneller angestiegen sind als im restlichen Europa und Autofahrer mit Rekordpreisen an den Tankstellen belasten.

Im Februar 2026, noch vor den geplanten Maßnahmen, erreichte der Durchschnittspreis für Superbenzin (E5/E10) 1,81 Euro pro Liter – deutlich über dem EU-Durchschnitt. Deutsche Kraftstoffe zählen seit Langem zu den teuersten in Europa, bedingt durch hohe Steuern. Bereits 2025 lagen die Durchschnittspreise bei 1,52 Euro für Super E10 und 1,39 Euro für Diesel.

Eine überparteiliche Taskforce traf sich kürzlich mit Mineralölkonzernen und Branchenvertretern, um die drastischen Preisanstiege zu thematisieren. Die Gespräche folgten auf Kritik, wonach die Ölindustrie nicht ausreichend erklären konnte, warum die Netto-Kraftstoffpreise in Deutschland zwischen Ende Februar und Anfang März um 29 Prozent stiegen – im Vergleich zu einem EU-weiten Anstieg von 16 Prozent.

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Der nun diskutierte Gesetzentwurf sieht vor, dem Bundeskartellamt erweiterte Befugnisse einzuräumen. Die Behörde könnte dann schneller übermäßige Großhandelspreiserhöhungen prüfen und blockieren, um plötzliche Preissprünge an den Tankstellen zu verhindern. Eine weitere zentrale Maßnahme wäre die Beschränkung der Tankstellen, die Preise nur noch einmal täglich anpassen dürfen, was die Transparenz für Verbraucher erhöhen soll.

Um den Marktdruck zu verringern, plant die Regierung zudem, Teile der strategischen Ölreserven freizugeben. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die globalen Preise zu stabilisieren und die Volatilität auf dem deutschen Markt zu reduzieren.

Daten aus dem Jahr 2025 zeigten bereits, dass Kraftstoffe in Deutschland teurer waren als in den Nachbarländern: Super E10 kostete damals 1,52 Euro, Diesel 1,39 Euro pro Liter. Die jüngsten Zahlen verdeutlichen jedoch einen weiteren Anstieg – auf 1,81 Euro für Superbenzin zu Beginn des Jahres 2026, was deutlich über dem EU-Schnitt liegt.

Ziel des Entlastungspakets ist es, die rasanten Preisschwankungen einzudämmen und für mehr Fairness bei der Kraftstoffpreisbildung zu sorgen. Falls die Pläne verabschiedet werden, könnten strengere Kontrollen und die Freigabe von Reserven etwas Stabilität an die deutschen Tankstellen bringen. Die finalen Maßnahmen sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

Quelle