Bundestag senkt Spritpreise – doch der 1.000-Euro-Bonus floppt bei Arbeitgebern
Maximilian SchmidtBundestag senkt Spritpreise – doch der 1.000-Euro-Bonus floppt bei Arbeitgebern
Der Deutsche Bundestag hat eine vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuern beschlossen, um die steigenden Kosten für Autofahrer zu entlasten. Parallel dazu gibt es einen Vorschlag, der es Arbeitgebern ermöglicht, ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro zu zahlen – doch viele haben bereits signalisiert, dass sie davon keinen Gebrauch machen werden.
Die Abgeordneten stimmten mit 453 zu 134 Stimmen bei einer Enthaltung für die Kraftstoffpreissenkung. Die Steuerermäßigung wird die Preise für Benzin und Diesel ab Mai um etwa 17 Cent pro Liter reduzieren. Allerdings gelten die Vergünstigungen nur für zwei Monate, sofern sie nicht verlängert werden.
Die Gesetzesvorlage muss noch vom Bundesrat, der Länderkammer, abgesegnet werden. Für Freitag Nachmittag ist eine Sondersitzung einberufen worden, um die Maßnahmen final zu beschließen.
Neben der Kraftstoffpreissenkung können Arbeitgeber ihren Beschäftigten nun einen Bonus von 1.000 Euro steuer- und sozialabgabenfrei auszahlen. Doch erste Reaktionen deuten darauf hin, dass die meisten Unternehmen und Landesregierungen das Angebot nicht nutzen werden.
Falls der Bundesrat den Änderungen zustimmt, profitieren Autofahrer ab kommendem Monat von niedrigeren Spritpreisen. Die vorübergehende Entlastung läuft vorerst bis Ende Juni, während die Inanspruchnahme des 1.000-Euro-Bonus weiterhin ungewiss bleibt. Arbeitgeber und regionale Behörden haben bereits wenig Interesse an der Umsetzung des Programms gezeigt.






