Chaos bei Sonthofener Stichwahl: Neusinger gewinnt trotz Briefwahl-Pannen mit 63,6 Prozent
Ella WagnerChaos bei Sonthofener Stichwahl: Neusinger gewinnt trotz Briefwahl-Pannen mit 63,6 Prozent
Martina Neusinger gewinnt Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Sonthofen mit klarer Mehrheit
Die Wahl war jedoch von erheblichen Störungen überschattet, da viele Wähler ihre Briefwahlunterlagen nicht erhalten hatten. Einige, die eine Briefwahl beantragt hatten, wurden an den Wahllokalen sogar abgewiesen.
Die Stichwahl fand nach wochenlanger Vorbereitung statt, doch logistische Probleme belasteten den Ablauf. Zahlreiche Bürger berichteten, sie hätten ihre Unterlagen für die Briefwahl nie erhalten und konnten daher nicht per Post abstimmen. Andere erschienen in den Wahllokalen, nur um zu hören, dass ihre Anträge auf Briefwahl bereits bearbeitet worden seien – obwohl sie noch gar nicht gewählt hatten.
Der Wahlleiter Walter Wilhelm nannte die Situation "außerordentlich frustrierend". Die Probleme führten zu Verwirrung und Verzögerungen, wobei die offizielle Wahlbeteiligung für die Stichwahl noch nicht vorliegt. Frühere Daten zeigten eine Beteiligung von 66,6 Prozent im ersten Durchgang der Kreistagswahl im Oberallgäu, doch diese Zahlen spiegeln nicht die Bürgermeisterwahl in Sonthofen wider.
Bei der Auszählung sicherte sich Neusinger von der Freien Wählergemeinschaft 63,6 Prozent der Stimmen. Ihr Gegenkandidat Klaus Erbersdobler (CSU) erhielt 36,4 Prozent.
Neusinger wird nun nach einer von Pannen geprägten, aber deutlichen Wahl ihr Amt als Bürgermeisterin von Sonthofen antreten. Die Pannen bei der Briefwahl haben Bedenken hinsichtlich künftiger Wahlverfahren in der Stadt geweckt. Die Behörden haben noch nicht bestätigt, wie viele Wahlberechtigte von den Problemen betroffen waren.






