20 March 2026, 06:08

Doppelsitz der Regierung kostet 2024 über 10 Millionen Euro mehr

Detailierte alte Karte von Bonn, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Landmarken mit Textbeschriftungen.

Mehr als 10 Millionen Euro für die Berlin-Bonn-Teilung - Doppelsitz der Regierung kostet 2024 über 10 Millionen Euro mehr

Doppelsitz in Berlin und Bonn treibt Kosten 2024 in die Höhe

Die Aufteilung der deutschen Regierungszentrale zwischen Berlin und Bonn hat im Jahr 2024 zu steigenden Ausgaben geführt. Die offiziellen Kosten für den Erhalt beider Standorte kletterten auf über 10,3 Millionen Euro, wobei die Reisekosten allein um 15,3 Prozent stiegen. Gleichzeitig sank der Anteil der Bundesbediensteten in Bonn auf nur noch ein Viertel der gesamten Belegschaft.

Laut dem Berlin/Bonn-Gesetz müssen sechs der 16 Bundesministerien ihren Hauptsitz in Bonn behalten. Die übrigen zehn Ministerien, die ihren Sitz in Berlin haben, sind verpflichtet, in der ehemaligen Hauptstadt eine Zweigniederlassung zu unterhalten. Trotz dieser gesetzlichen Vorgaben geht die Zahl der in Bonn beschäftigten Mitarbeiter kontinuierlich zurück – immer mehr Arbeitsplätze werden nach Berlin verlegt.

Der Betrieb der beiden Standorte kostete in diesem Jahr 10,3 Millionen Euro, eine Steigerung um 1,2 Millionen im Vergleich zu 2023. Ein Hauptgrund war der Anstieg der Reisekosten, die über 5,9 Millionen Euro erreichten. Behördenvertreter führten den deutlichen Anstieg auf häufigere Dienstreisen sowie gestiegene Preise für Transport und Unterkünfte zurück.

Der Personalabbau in Bonn hält an: Nur noch 25 Prozent der Mitarbeiter der Bundesministerien sind dort tätig. Diese Entwicklung spiegelt die zunehmende Konzentration der Regierungsarbeit in Berlin wider – auch wenn die gesetzlichen Verpflichtungen eine Präsenz in der ehemaligen Hauptstadt aufrechterhalten.

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Die wachsenden Kosten des Doppelsitzes unterstreichen die finanzielle Belastung durch Deutschlands geteilte Verwaltungsstruktur. Angesichts steigender Reiseausgaben und schrumpfender Belegschaft in Bonn steht die Regierung vor der anhaltenden Herausforderung, gesetzliche Vorgaben mit Haushaltsdisziplin in Einklang zu bringen. Das aktuelle System sichert zwar die Präsenz in beiden Städten – doch zu immer höheren Kosten.

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