30 April 2026, 08:05

Edeka rettet 200 Tegut-Filialen und 4.500 Jobs nach Migros-Aus

Schwarzes und weißes Foto eines belebten Marktes in Berlin mit Menschen, Gemüsewagen und Gebäuden im Hintergrund.

Edeka rettet 200 Tegut-Filialen und 4.500 Jobs nach Migros-Aus

Edeka plant Übernahme von 200 Tegut-Supermärkten nach Migros-Rückzug aus Deutschland

Die Handelsgruppe Edeka hat bekannt gegeben, 200 Filialen der Supermarktkette Tegut zu übernehmen, nachdem der Schweizer Konzern Migros sich aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat. Mit dem Schritt sollen rund 4.500 Arbeitsplätze gesichert und Standorte in strukturschwachen Regionen erhalten bleiben. Vorstandschef Markus Mosa versprach, auf Entlassungen zu verzichten, sofern die Transaktion zustande kommt.

Die geplante Übernahme folgt auf die Entscheidung von Migros, seine Aktivitäten in Deutschland zu beenden. Edeka beabsichtigt, alle Tegut-Filialen weiterzuführen – selbst solche in weniger rentablen Gebieten. Mosa betonte, dass ohne die Übernahme viele Märkte schließen müssten, was zu massiven Jobverlusten führen würde.

Gleichzeitig wies der Edeka-Chef Bedenken zurück, die Übernahme könnte zu höheren Preisen für Verbraucher führen. Stattdessen kritisierte er globale Marken wie Nestlé für die steigenden Kosten und verwies auf die jüngsten Preiserhöhungen bei Schokoladenprodukten. Mosa forderte das Bundeskartellamt in Bonn auf, die Prüfung des Vorhabens zu beschleunigen und zügig eine Entscheidung zu treffen.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Bei Erfolg wird Edeka die lokale Nahversorgung in Gemeinden sichern, die auf Tegut-Filialen angewiesen sind. Das Unternehmen hat zugesagt, alle bestehenden Arbeitsplätze unter der neuen Führung zu erhalten.

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Nun liegt der Ball beim deutschen Kartellwächter. Bei einer Freigabe würde Edeka sein Filialnetz ausbauen und gleichzeitig Ladenschließungen sowie Stellenabbau verhindern. Die Entscheidung wird über die Zukunft von 4.500 Beschäftigten und die Lebensmittelversorgung in zahlreichen Städten und Gemeinden entscheiden.

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