01 May 2026, 20:05

Einkommensungleichheit 2025: Topmanager verdienen 54 % mehr als vor der Pandemie

Eine Liniendiagramm, das die Löhne in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Einkommensungleichheit 2025: Topmanager verdienen 54 % mehr als vor der Pandemie

Die weltweite Einkommensungleichheit hat sich laut neuen Zahlen aus dem Jahr 2025 weiter verschärft. Während die durchschnittliche Arbeitskraft nur 0,5 % mehr verdiente als im Vorjahr, stiegen die Gehälter von Spitzenmanagern um 11 %. Die Kluft zwischen normalen Beschäftigten und Führungskräften in Unternehmen wächst damit weiter rasant.

Die Erkenntnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Hilfsorganisation Oxfam vor einer Vertiefung der finanziellen Ungleichheit warnt und dringende Maßnahmen zur Bekämpfung der weltweit steigenden Armut fordert. Im Jahr 2025 verdiente ein durchschnittlicher Arbeitnehmer weltweit 17.156 US-Dollar – ein leichter Anstieg von 0,5 % gegenüber 2024. Doch dieser Wert liegt weiterhin 12 % unter dem Niveau von 2019 und zeigt, dass sich die Situation für die meisten Beschäftigten kaum erholt hat. Gleichzeitig erhielten die 1.500 bestbezahlten Topmanager im Schnitt 8,4 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr – ein Plus von 11 % gegenüber 2024 und ein dramatischer Anstieg von 54 % seit 2019.

Auch die Verlangsamung bei der Bekämpfung der Arbeitsarmut gibt Anlass zur Sorge. Zwischen 2000 und 2019 sanken die Armutsquoten jährlich um durchschnittlich 7 %. Seit 2020 hat sich dieser Fortschritt jedoch halbiert und liegt nun bei nur noch 3 % pro Jahr. Oxfam fordert die Regierungen daher auf, klare, zeitlich begrenzte Pläne mit messbaren Zielen zur Verringerung der Ungleichheit zu entwickeln.

Neben den wirtschaftlichen Trends drohen geopolitische Spannungen die Lage weiter zu verschärfen. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) warnt, dass der anhaltende Konflikt im Golf bis zu 32 Millionen weitere Menschen in die Armut treiben könnte. Oxfam unterstützt diese Forderungen und schlägt höhere Steuern für Superreiche, strengere Lobbyregeln sowie schärfere Kontrollen für wohlhabende Privatpersonen vor, die politische Kampagnen finanzieren.

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Die aktuellen Daten unterstreichen die wachsende Kluft zwischen Spitzenverdienern und der breiten Arbeitnehmerschaft. Während die Gehälter von Führungskräften explodieren, stagnieren die Löhne der meisten Beschäftigten – der Druck auf die Regierungen, endlich zu handeln, wird immer größer. Die Vorschläge von Oxfam sowie die Warnungen vor den Folgen der Golfkrise zeigen, wie dringend konkrete Schritte nötig sind, um eine weitere wirtschaftliche Spaltung zu verhindern.

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