"Enter the Gungeon 2" bricht mit Traditionen – doch bleibt der Kultfaktor erhalten?
Hannah Hofmann"Enter the Gungeon 2" bricht mit Traditionen – doch bleibt der Kultfaktor erhalten?
Dodge Rolls Enter the Gungeon feiert diesen Monat seinen zehnten Geburtstag – mit über 14 Millionen verkauften Exemplaren weltweit. Das Spiel prägte maßgeblich das moderne Action-Roguelike-Genre, doch sein Designer Dave Crooks zeigt sich besorgt über die aktuelle Entwicklung der Sparte.
Crooks kritisiert einen wachsenden Trend in jüngeren Roguelikes: Immer mehr Titel setzen auf fortschrittsbasierte Spielmechaniken statt auf tiefgründige, fesselnde Systeme. Viele Spiele würden mittlerweile glücksspielähnliche Elemente einsetzen, um Spieler zu binden – auf Kosten sinnvoller Spielinhalte. Seine Aussagen fallen in eine Phase, in der Dodge Roll kurz vor der Veröffentlichung von Enter the Gungeon 2 steht, einem Sequel, das die Mischung aus Roguelike-Struktur und Bullet-Hell-Kämpfen des Originals wiederaufgreifen soll.
Der Nachfolger wird einen 3D-Artstyle einführen – ein Bruch mit den 2D-Visuals des ersten Teils. Dennoch will das Team dem Kerngefühl treu bleiben, das den Vorgänger so erfolgreich machte. Sowohl Crooks als auch Komponist Adam Kidd Drucker (bekannt als Doseone) sind am Projekt beteiligt, was auf eine kontinuierliche kreative Ausrichtung hindeutet.
Fans und Kritiker werden die Veröffentlichung von Enter the Gungeon 2 genau verfolgen. Das Spiel könnte zeigen, wie Dodge Roll das Genre weiterentwickeln will – und gleichzeitig Crooks' Bedenken hinsichtlich des aktuellen Zustands der Sparte angeht.
Die Entwicklung des Sequels markiert einen Schlüsselmoment für Dodge Roll und das Roguelike-Genre insgesamt. Bei Erfolg könnte es neue Maßstäbe setzen, wie Fortschrittssysteme und Spieltiefe in Einklang gebracht werden. Die Resonanz auf das Spiel wird voraussichtlich beeinflussen, wie andere Studios künftig an das Genre herangehen.






