23 March 2026, 04:04

Erdrutschsieg für Jens Zangenfeind: Freie Wähler erobern Landratsamt in Miesbach

Ein gerahmtes Bild der Wahlkreise Bayerns, das deutsche und österreichische Provinzen zeigt.

Erdrutschsieg für Jens Zangenfeind: Freie Wähler erobern Landratsamt in Miesbach

Jens Zangenfeind ist in einer entscheidenden Stichwahl zum neuen Landrat des Landkreises Miesbach gewählt worden. Der Kandidat der Freien Wähler (FWG) errang einen Erdrutschsieg mit 78 Prozent der Stimmen. Sein Sieg markiert eine deutliche Verschiebung im politischen Gefüge der Region, da der Amtsinhaber Olaf von Löwis nach einer Amtszeit nicht erneut antrat.

Die Wahl war der Höhepunkt eines hart umkämpften Rennens, das mit sieben Bewerbern begonnen hatte. Von Löwis, der bisherige CSU-Landrat, war 2020 die Nachfolge von Wolfgang Rzehak von den Grünen angetreten, hatte sich jedoch gegen eine erneute Kandidatur entschieden. Dies ebnete neuen Herausforderern den Weg – darunter Zangenfeind und Franz Schnitzenbaumer.

Zangenfeind, ehemaliger Bürgermeister von Hausham, trat für die Freien Wähler an. Sein Kontrahent Schnitzenbaumer vertrat die CSU und war zuvor Bürgermeister von Schliersee gewesen. Bei der Stichwahl am 22. März 2026 setzte sich Zangenfeind mit 30.875 Stimmen klar durch, während Schnitzenbaumer auf 8.713 Stimmen kam.

Das Ergebnis unterstreicht den wachsenden Einfluss der Freien Wähler in Miesbach. Seit 2014 hat die Gruppierung kontinuierlich an Zuspruch gewonnen, während die CSU im Landkreis an Unterstützung verliert. Aktuelle Daten zur Performance der Grünen lagen nicht vor.

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Mit Zangenfeinds Sieg übernimmt erstmals ein Vertreter der Freien Wähler die Leitung der Kreisverwaltung. Er löst von Löwis ab, dessen einzige Amtszeit den Wechsel von einer grün geführten Behörde zu einer CSU-Dominanz mit sich brachte. Der deutliche Wahlerfolg deutet auf ein klares Mandat für die Politik des neuen Landrats hin.

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