Frankfurts "Fahrradbusse" bringen Kinder sicher und gemeinsam zur Schule
Maximilian SchmidtRadfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Frankfurts "Fahrradbusse" bringen Kinder sicher und gemeinsam zur Schule
Frankfurt startet neues Projekt: "Fahrradbusse" bringen Kinder sicher zur Schule
Frankfurt hat ein neues Programm ins Leben gerufen, um Kindern das sichere Radfahren zur Schule zu ermöglichen. Bei den sogenannten Fahrradbussen handelt es sich um organisierte Gruppenfahrten, bei denen Erwachsene junge Radfahrer:innen auf festgelegten Routen begleiten. Die Idee, inspiriert vom Bici-Bus in Barcelona, verbreitet sich nun mit Unterstützung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in ganz Deutschland.
Fahrradbusse funktionieren wie eine rollende Kolonne: Die Erwachsenen fahren außen und schützen so die Kinder, die in der Mitte radeln. Ein Mindestalter gibt es nicht – selbst Vorschulkinder können mitmachen, was die Aktion besonders familienfreundlich macht.
Das Projekt greift ein zentrales Problem in Frankfurt auf: den Mangel an sicheren Übungsräumen für Kinder, die Radfahren lernen. Viele Schulen raten dazu, mit dem Radfahrtraining bis zur vierten Klasse zu warten, bevor Kinder die Radfahrprüfung ablegen. Die Fahrradbusse sollen jedoch schon früher Selbstvertrauen und Verkehrskompetenz fördern.
Bereits im vergangenen Jahr fanden ähnliche Fahrten in anderen Teilen Hessens statt, und in diesem Frühjahr wollen weitere Gruppen wieder starten. Aktuell gibt es in Frankfurt drei aktive Routen, eine vierte soll bald in Bornheim hinzukommen. Das Ziel ist klar: Kindern sollen früh Motorik entwickeln und lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.
Die Initiative bietet Familien eine praktische Lösung für sichere Schulwege. Mit weiteren geplanten Strecken könnten Fahrradbusse bald ein vertrautes Bild in Frankfurt und darüber hinaus werden. Gleichzeitig fördert das Projekt das Radfahren als Gewohnheit und reduziert die Abhängigkeit vom Auto für kurze Strecken.






