Fürths Abstiegskampf spitzt sich nach bitterer Heimniederlage gegen Hertha BSC zu
Hannah HofmannFürths Abstiegskampf spitzt sich nach bitterer Heimniederlage gegen Hertha BSC zu
SpVgg Greuther Fürth erleidet schmerzhafte 1:2-Heimniederlage gegen Hertha BSC – Abstieg droht nach 27 Jahren
Trotz fast 60 Minuten in Überzahl hat die SpVgg Greuther Fürth ein folgenschweres 1:2 (0:1) gegen Hertha BSC kassiert und steht damit am Rande des Abstiegs aus den beiden höchsten deutschen Ligen, in denen der Verein seit 27 Jahren vertreten war. Ein spätes Ehrentreffer von Noël Futkeu änderte nichts mehr am Ergebnis.
Fürths Hoffnungen erhielten früh Auftrieb, als Herthas Josip Brekalo in der 32. Minute mit Rot vom Platz flog. Doch selbst in Unterzahl behielt die Mannschaft aus Berlin die Kontrolle über das Spiel.
Den Durchbruch erzielte der erst 16-jährige Kennet Eichhorn, der mit seinem Tor zum 1:0 (41.) zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der 2. Bundesliga wurde. Hertha baute die Führung in der 84. Minute aus, als Michael Cuisance mit einem Distanzschuss zum 2:0 traf.
Fürth gelang zwar in der 88. Minute durch Noël Futkeu noch der Anschlusstreffer, doch die späte Aufholjagd kam zu spät. Die Niederlage wirft den Verein in existenzielle Schwierigkeiten – bei nur noch einem ausstehenden Spiel.
Die Fürther rutschten damit auf den Relegationsplatz ab und liegen zwei Punkte hinter Arminia Bielefeld. Düsseldorf und Eintracht Braunschweig haben sich unterdessen mit drei Punkten Vorsprung und besserer Tordifferenz abgesetzt. Im letzten Saisonspiel bei Fortuna Düsseldorf wird sich entscheiden, ob der Klub erstmals seit 1997 direkt in die dritte Liga absteigt.
Nach der Niederlage gegen Hertha BSC steht Fürth im letzten Spiel unter immensen Druck: Nur ein Sieg zählt, um die Klasse noch zu halten. Eine Niederlage oder das Verfehlen des Sprungs über Bielefeld würde das Ende der langen Zugehörigkeit zu den beiden höchsten Spielklassen Deutschlands bedeuten. Die Zukunft des Vereins hängt nun allein vom Ausgang des Duells in Düsseldorf ab.






