18 April 2026, 08:05

Glasfaser-Internet: Warum viele Deutsche trotz Vorteilen zögern

Plakat mit der Aufschrift "19 Millionen Haushalte sparen monatlich 30-75 Euro bei High-Speed-Internet" und einem Logo.

Glasfaser-Internet: Warum viele Deutsche trotz Vorteilen zögern

Eine aktuelle Umfrage zeigt eine gespaltene Haltung der Deutschen gegenüber Glasfaser-Internet. Die zwischen dem 9. und 11. März 2026 durchgeführte Erhebung befragte 1.001 Erwachsene zu ihren Entscheidungen bei der Wahl des Internetanbieters. Während einige Haushalte die Technologie nutzen, sehen viele weiterhin Hürden oder empfinden keinen Bedarf für einen Wechsel.

Laut der Umfrage nutzen bereits 29 Prozent der Haushalte Glasfaser-Internet. Doch selbst unter den Vertragskunden berichten 27 Prozent von Problemen mit dem Service. Verbraucherschutzorganisationen erhalten jährlich Tausende Beschwerden über den Zugang zu Glasfaseranschlüssen.

Die Kosten bleiben ein zentrales Hindernis für eine breitere Verbreitung: Insgesamt 55 Prozent der Befragten nannten entweder die monatlichen Gebühren (28 Prozent) oder die Installationskosten (27 Prozent) als Gründe, warum sie auf Glasfaser-Tarife verzichten. Weitere 20 Prozent gaben an, schlicht zu wenig über die Technologie zu wissen.

Trotz des Drängens auf schnellere Verbindungen bezeichnen 74 Prozent der Befragten ihren aktuellen Internetanschluss als ausreichend. Diese Zufriedenheit könnte erklären, warum 61 Prozent der Haushalte ohne Glasfaservertrag keine Pläne für einen Wechsel haben. Lina Ehrig, Leiterin des Teams Digitales und Medien beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), betont jedoch, dass nur Glasfaser den künftigen Anforderungen an das Internet langfristig gerecht werden könne.

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Die Ergebnisse verdeutlichen eine Kluft zwischen politischen Zielen und dem Verbraucherverhalten. Zwar steht Glasfaser-Internet teilweise zur Verfügung, doch hohe Kosten, technische Probleme und mangelnde wahrgenommene Notwendigkeit bremsen die Verbreitung. Verbraucherschützer weisen weiterhin auf die Bedeutung der Technologie hin, um den wachsenden digitalen Ansprüchen gerecht zu werden.

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