30 June 2026, 14:05

Gorleben bleibt Atomlager – doch wie sicher ist das Zwischenlager noch?

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt Atomlager – doch wie sicher ist das Zwischenlager noch?

Deutschlands Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle in Gorleben bleibt länger in Betrieb als ursprünglich geplant. Ein Antrag auf Verlängerung der Betriebsgenehmigung um zwei Jahrzehnte wurde gestellt – damit würde die Schließung des Lagers erst 2054 erfolgen. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit abgebrannten Brennelementen und Wiederaufarbeitungsabfällen.

Das Gorleben-Lager wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet und verfügt über dünnere Wände und Decken als neuere Zwischenlager. Zwischen 1995 und 2011 trafen die Behälter in 13 Transporten ein, jeder davon begleitet von massiven Protesten.

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Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) begründet die beantragte 20-jährige Verlängerung mit Sicherheitserwägungen. Man versichert, dass die Schutzmaßnahmen regelmäßig überprüft würden. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der langfristigen Standfestigkeit und Sicherheit der Anlage.

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung wird das Genehmigungsverfahren für die Verlängerung leiten. Unterdessen stockt die Suche nach einem Endlager – die gesetzlich vorgesehene Frist bis 2031 gilt als kaum noch realistisch.

Der Verlängerungsantrag spiegelt die Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager für Deutschlands Atommüll wider. Gorlebens weiterer Betrieb hängt von behördlicher Genehmigung und laufenden Sicherheitsprüfungen ab. Umweltverbände beobachten die langfristigen Risiken des Standorts weiterhin kritisch.

Quelle