Grüne fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in Sachsen-Anhalt
Hannah HofmannGrüne fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in Sachsen-Anhalt
Die Grünen in Sachsen-Anhalt präsentieren Plan für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne
Die Grünen in Sachsen-Anhalt haben ein Konzept vorgelegt, um die Arbeitsbedingungen und Löhne in zentralen Branchen zu verbessern. Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz betonte die Notwendigkeit fairer Bezahlung, größerer Jobsecurity und stärkerer Arbeitnehmerrechte. Die Vorschläge zielen auf öffentliche Aufträge, Reformen der Sozialversicherung sowie die Förderung von Fachkräften ab.
Kernstück des Grünen-Plans ist ein neues Gesetz für faire Löhne und Vergaberecht. Demnach sollen Unternehmen, die öffentliche Aufträge erhalten, tarifgerechte Löhne zahlen und sich an Tarifverträge halten. Sziborra-Seidlitz argumentierte, dass systemrelevante Berufe – etwa in der Pflege und Bildung – nicht mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen konfrontiert sein dürften. Gute Arbeit müsse Sicherheit, faire Bezahlung und Mitbestimmung der Beschäftigten umfassen.
Die Partei will zudem die Personalschlüssel in Pflege und Bildung verbessern. Eine verlässliche Finanzierung von Tarifverträgen soll diese Bereiche stabilisieren. Zudem schlagen die Grünen eine solidarische Bürgerversicherung vor, um die Sozialabgaben stabil zu halten, ohne Leistungen zu kürzen. In dieses System würden auch Selbstständige, Beamte sowie Personen mit hohen Kapitaleinkünften oder Mieteinnahmen einzahlen.
Um Fachkräfte zu gewinnen, setzen sich die Grünen für eine Ausbildungsgarantie und eine schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse ein. Zudem soll Bürokratie für internationale Fachkräfte abgebaut werden. Ein weiteres zentrales Ziel ist die Stärkung der Betriebsräte, um Arbeitnehmern mehr Mitsprache zu ermöglichen.
Die Vorschläge der Grünen zielen darauf ab, Lohnungleichheit in Sachsen-Anhalt zu verringern und die Jobsecurity zu erhöhen. Bei Umsetzung würden die Reformen öffentliche Aufträge an faire Löhne knüpfen und den Kreis der Sozialversicherungspflichtigen erweitern. Gleichzeitig soll die Region durch Ausbildungsförderung und weniger Bürokratie attraktiver für Fachkräfte werden.






