Halle-Neustadt startet Großoffensive gegen Müllberge und Vermüllung
Halle-Neustadts größter Stadtteil kämpft mit massiven Sauberkeitsproblemen. Verstreuter Müll, überquellende Abfallbehälter und Vermüllung auf Privatgrundstücken haben sich zu einem flächendeckenden Problem entwickelt. Die Stadtverwaltung hat nun Maßnahmen angekündigt, um die Situation in den Griff zu bekommen.
Bürgermeister Dr. Alexander Vogt thematisierte das Problem kürzlich auf einem Bürgerforum. Tobias Teschner, Leiter des Ordnungsamts, stellte dem Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung einen Plan vor, der die Lage verbessern soll.
Die Stadt wird künftig eine Herbstputzaktion einführen, die die bestehende Frühjahrsaktion ergänzt. Damit soll die Müllansammlung über das ganze Jahr hinweg reduziert werden. Zudem wird ein neuer Runder Tisch eingerichtet, an dem Hausmeisterdienste, Eigentümer:innen, die Verwaltung und die Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS) beteiligt sein werden.
Die Sauberkeits-Taskforce, die derzeit aus sechs Geflüchteten besteht, wird auf fünfzehn Mitglieder aufgestockt. Marion Krischok von Die Linke begrüßte die Herbstputzaktion und forderte gleichzeitig Aufklärungskampagnen gegen das „Fensterentsorgen“ von Abfällen. Alexander Raue von der AfD kritisierte die Verwendung des englischen Begriffs „Taskforce“ und plädierte dafür, dass Quartiersmanagement-Teams die Verantwortung übernehmen müssten. Zudem warf er der Stadt vor, einen Auftrag möglicherweise unter Interessenkonflikt an den Betreiber vergeben zu haben.
Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, die Sauberkeit im gesamten Stadtteil nachhaltig zu verbessern. Durch die erweiterte Taskforce und die Gespräche am Runden Tisch sollen mehr Akteur:innen in die Lösung des Problems einbezogen werden. Die Stadt setzt damit auf langfristige Strategien, um die Vermüllung einzudämmen.






