Halle (Saale) kämpft mit 150-Millionen-Defizit – neuer Konsolidierungsplan beschlossen
Maximilian SchmidtHalle (Saale) kämpft mit 150-Millionen-Defizit – neuer Konsolidierungsplan beschlossen
Halle (Saale) hat einen wichtigen Schritt unternommen, um seine sich verschärfende Haushaltskrise in den Griff zu bekommen. Der Stadtrat billigte am Mittwoch einen Haushaltskonsolidierungsplan, mit dem ein prognostiziertes Defizit von 150 Millionen Euro bis 2026 ausgeglichen werden soll. Die finalen Unterlagen werden nun Anfang nächster Woche an die Landesbehörden übermittelt.
Die finanzielle Lage in Halle hat sich in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert. Ein Bericht der Landesverwaltung Sachsen-Anhalt offenbart ein Fehlbetrag von 150 Millionen Euro für 2026 – deutlich höher als die 52 Millionen Euro, die Magdeburg zu bewältigen hat. Zusammen belaufen sich die Defizite beider Städte auf fast 200 Millionen Euro, was Halle in eine weitaus tiefere Krise stürzt als andere große Städte der Region.
Frühere Konsolidierungsversuche seit 2022 scheiterten, nachdem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer hinter den Erwartungen zurückblieben. Anders als Städte wie Dessau-Roßlau steht Halle unter strengerer Aufsicht der Landesbehörden. Der aktuelle Plan enthält mehrere zentrale Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf.
Das Landesverwaltungsamt, das die Kommunalaufsicht über Halle ausübt, wird bis zum 15. April eine offizielle Weisung erlassen. Die Behörden betonen, dass die vollständigen Auswirkungen der Entscheidung erst nach Prüfung aller Unterlagen absehbar sein werden.
Nun wartet die Stadt auf die Reaktion des Landes, nachdem sie ihre überarbeitete Konsolidierungsstrategie eingereicht hat. Falls der Plan genehmigt wird, werden die Maßnahmen die finanzielle Erholung Halles in den kommenden Jahren prägen. Das Ergebnis wird zeigen, ob weitere Anpassungen notwendig sind, um den Haushalt zu stabilisieren.






