Heino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann nach Hymnen-Eklat in Bad Belzig
Maximilian SchmidtHeino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann nach Hymnen-Eklat in Bad Belzig
Heino betrat in Bad Belzig die Bühne, um dem Feuerwehrmann Richard Münder seine Unterstützung zu zeigen, der wegen einer Kontroverse um die Nationalhymne in die Kritik geraten war. Das Konzert, Teil seiner Made in Germany-Tour, lockte rund 800 Besucher an – viele von ihnen Angehörige der örtlichen Feuerwehr –, die den Sänger mit lautem Jubel begrüßten.
Der Auftritt folgte auf einen Vorfall, bei dem Münder bei einer Feuerwehrveranstaltung die erste Strophe des Deutschlandlieds gespielt hatte. Seit 1952 gilt nur die dritte Strophe offiziell als deutsche Nationalhymne. Münder beteuerte, die Wahl sei ein Versehen gewesen, und wies jede rechtsextreme Gesinnung von sich.
Heino trat vor der Kulisse eines großen Bundesadlers und den Farben der deutschen Flagge auf. Seine Aufnahme der ersten Strophe aus den 1970er-Jahren – entstanden auf Bitten des damaligen Ministerpräsidenten Hans Filbinger – hatte ihm lange Vorwürfe wegen angeblicher Nähe zur extremen Rechten eingebracht. Sein Manager Helmut Werner wies diese Vorhaltungen jedoch zurück und verwies auf Heinos frühere Unterstützung für die SPD sowie seine öffentlichen Forderungen nach einem Verbot der rechtspopulistischen AfD.
Die politische Haltung des Sängers bleibt umstritten. Werner betonte jedoch, dass Heinos Auftritt in Bad Belzig allein ein Zeichen der Solidarität mit Münder gewesen sei, der nach dem Hymnen-Vorfall massiv unter Druck geraten war.
Das Konzert unterstrich Heinos anhaltende Bemühungen, sich von rechtsextremen Zuschreibungen zu distanzieren. Sein Auftritt signalisierte vor allem Rückhalt für Münder, der weiterhin darauf besteht, dass die Verwechslung der Strophen unbeabsichtigt war. Gleichzeitig zeigte die Veranstaltung, wie vielschichtig Heinos öffentliches Bild bleibt – geprägt von vergangenen Kontroversen und seinen erklärten politischen Positionen.






