Uniper und Stadtwerke Wolfenbüttel setzen auf langfristigen Ökostrom-Deal
Clara HofmannUniper und Stadtwerke Wolfenbüttel setzen auf langfristigen Ökostrom-Deal
Uniper schließt langfristigen Stromabnahmevertrag mit Stadtwerke Wolfenbüttel
Uniper hat mit dem kommunalen Versorger Stadtwerke Wolfenbüttel einen langfristigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass das Unternehmen direkt mit Onshore-Windenergie beliefert wird – ein weiterer Schritt Unipers hin zu einer nachhaltigeren Stromerzeugung.
Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise und hoher Staatsanleiherenditen unterstreicht der Deal den wachsenden Wettbewerb auf den Märkten für erneuerbare Energien.
Im Rahmen des neuen PPA wird Uniper Strom aus sechs Windparks in Niedersachsen liefern. Das seit Anfang dieses Jahres betriebene Projekt erzeugt jährlich rund 9 Gigawattstunden – genug, um 15 Prozent des Kundenbedarfs der Stadtwerke Wolfenbüttel zu decken.
Die im Vertrag festgelegte Festpreisstruktur verringert die Abhängigkeit von unvorhersehbaren Schwankungen auf dem Spotmarkt. Diese Planungssicherheit passt zu Unipers übergeordneter Strategie, das Geschäft stärker auf saubere Energieträger auszurichten.
Unterdessen sendet der Finanzmarkt gemischte Signale: Zwar hat sich der Uniper-Aktienkurs seit Januar um etwa 14,9 Prozent erholt, doch der Relative-Stärke-Index (RSI) von 53,8 deutet auf eine neutrale Marktstimmung hin. Am Freitag schloss die Aktie bei 38,60 Euro, während die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen ein 15-Jahres-Hoch erreichte.
Die Vereinbarung fällt in eine Phase anhaltend hoher Ölpreise, was die Suche nach Alternativen weiter vorantreibt. Die bestehende Windkraftkapazität der Stadtwerke Wolfenbüttel, die über das PPA bezogen wird, bleibt unverändert – in den letzten Jahren wurden keine neuen regionalen Projekte angekündigt.
Der Deal sichert den Stadtwerken Wolfenbüttel eine stabile Versorgung mit erneuerbarer Energie und unterstützt gleichzeitig Unipers Wandel hin zu einer nachhaltigen Stromerzeugung. Die Festpreisregelung im PPA mindert zudem die finanziellen Risiken, die mit der Volatilität der Energiemärkte verbunden sind.
Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs im Bereich der Erneuerbaren könnten solche langfristigen Abkommen künftig häufiger werden, da Unternehmen nach mehr Planungssicherheit streben.






