IHK Halle-Dessau fordert Reformen für Sachsen-Anhalts schwächelnde Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026
Maximilian SchmidtIHK Halle-Dessau fordert Reformen für Sachsen-Anhalts schwächelnde Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026
Frühjahrsversammlung der IHK Halle-Dessau: Wirtschaft in Sachsen-Anhalt und Deutschland vor großen Herausforderungen
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Frühjahrsvollversammlung abgehalten, um drängende wirtschaftliche Fragen in Sachsen-Anhalt und bundesweit anzugehen. Während Politiker den Reformbedarf anerkennen, kämpfen Unternehmen weiterhin mit Stagnation und zögerlicher Umsetzung von Entlastungsmaßnahmen.
Im Rahmen der Versammlung verabschiedete die IHK ihre "Politischen Forderungen für Sachsen-Anhalt 2026" – ein Positionspapier, das die zentralen Anforderungen an die Landesregierung vor der nächsten Wahl formuliert. Darin werden Arbeitsmarktreformen, Bildung, Innovation, Außenhandel, Bürokratieabbau, Energiepreise und Infrastruktur als entscheidende Handlungsfelder benannt.
IHK-Präsident Sascha Gläßer wies auf die anhaltende wirtschaftliche Stagnation hin, die durch hohe Energiepreise, steigende Lohnkosten, hohe Steuerlasten und übermäßige Regulierung verursacht werde. In den vergangenen fünf Jahren ist die Bevölkerung Sachsen-Anhalts um rund 11 Prozent geschrumpft – von 2,245 Millionen auf 1,99 Millionen. Zwar konnte der Maschinenbau im Land mit einem Umsatz von 18,1 Milliarden Euro (2022) seine Position halten, doch ein Vergleich mit anderen ostdeutschen Bundesländern fällt weiterhin uneinheitlich aus.
Positiv bewertet wurde auf der Versammlung die regionale Kampagne der IHK, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts in den Fokus rückt. Die Organisation will mit Fachanalysen und praxisnahen Lösungsvorschlägen die politische Debatte vor der Landtagswahl 2026 mitgestalten.
Die politischen Forderungen der IHK setzen klare Erwartungen an die Landesregierung. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftsschwäche drängen Unternehmen auf schnellere Reformen in den Bereichen Energie, Arbeitsmarkt und Bürokratie. Die nächste Landtagswahl wird zeigen, ob aus diesen Forderungen konkrete Taten werden.






