24 March 2026, 12:07

Kirchensteuer 2024: Diese Obergrenzen und Tricks sparen Gutverdienern Geld

Kirche mit einer grünen Plane auf dem Dach, umgeben von einem Metallzaun, Bäumen, Pflanzen, Gras, einem Weg, Pfosten und einem bewölkten Himmel.

Kirchensteuer 2024: Diese Obergrenzen und Tricks sparen Gutverdienern Geld

Kirchensteuer in Deutschland: Regeln variieren je nach Bundesland

In Deutschland unterscheiden sich die Regelungen zur Kirchensteuer von Bundesland zu Bundesland, wobei die meisten Regionen für Gutverdiener Obergrenzen festlegen. Zwar beträgt die Steuer in der Regel 8 oder 9 Prozent der Lohnsteuer, doch einige Bundesländer setzen eine maximale Bemessungsgrenze, um übermäßige Abgaben zu vermeiden. Das System sieht zudem Teilbefreiungen und Steuerabzüge vor, die die finanzielle Belastung mindern können.

In den meisten Bundesländern – mit Ausnahme Bayerns – gilt eine Kirchensteuer-Obergrenze, die verhindert, dass Spitzenverdiener mehr als einen festgelegten Prozentsatz ihres Einkommens zahlen müssen. In Berlin liegt die Grenze beispielsweise bei 3 Prozent, sodass jemand mit einem Jahreseinkommen von 200.000 Euro höchstens 6.000 Euro abführt. Die Obergrenze variiert je nach Bundesland und Konfession zwischen 2,75 und 3,5 Prozent – ob der Steuerzahler der evangelischen oder der römisch-katholischen Kirche angehört.

Nicht alle Bundesländer wenden die Obergrenze automatisch an. In manchen Regionen müssen Steuerzahler den Antrag auf Begrenzung selbst stellen, indem sie ihren Steuerbescheid der örtlichen Kirche oder Diözese vorlegen. Bei einmaligen Einkünften können Betroffene zudem rückwirkend eine Teilbefreiung beantragen, die die zusätzliche Kirchensteuer um bis zu 50 Prozent reduziert.

Verheiratete Paare, die gemeinsam veranlagt werden, müssen eine Besonderheit beachten: Beide Partner müssen aus der Kirche austreten, um eine sogenannte "Kirchengebühr" für den konfessionslosen Ehepartner zu vermeiden. Die gezahlte Kirchensteuer lässt sich jedoch jährlich in der Anlage Sonderausgaben der Steuererklärung geltend machen und senkt so die Gesamtsteuerlast. Die genaue Höhe ist im jährlichen Lohnsteuerbescheid aufgeführt.

Da es keine bundesweit einheitlichen Regelungen gibt, hängt die Umsetzung von den landesspezifischen Praktiken ab. Während einige Regionen die Obergrenze automatisch anwenden, müssen Steuerzahler in anderen Bundesländern selbst aktiv werden, um von der Begrenzung zu profitieren.

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Das deutsche Kirchensteuersystem bietet verschiedene Möglichkeiten, die Kosten zu steuern – insbesondere für Gutverdiener. Obergrenzen in den meisten Bundesländern verhindern überhöhte Abgaben, während Befreiungen und Abzüge zusätzliche Entlastung schaffen. Allerdings variieren die Verfahren je nach Region, sodass Steuerzahler unter Umständen selbst tätig werden müssen, um nicht mehr als nötig zu zahlen.

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