07 May 2026, 20:10

Lörrach übernimmt Energiezukunft mit neuer Stadtnetz-Gesellschaft

Liniengraph, der die Erzeugung von elektrischer Energie aus anderen Quellen von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Lörrach übernimmt Energiezukunft mit neuer Stadtnetz-Gesellschaft

Lörrach übernimmt die Kontrolle über seine Energiezukunft

Lörrach hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um die Steuerung seiner Energiewende wieder in die eigene Hand zu nehmen. Am Donnerstag, dem 6. Mai 2026, stellte die Stadt Pläne vor, mit denen die kommunale Aufsicht über das Stromnetz gestärkt werden soll. Das Vorhaben zielt darauf ab, wirtschaftliche Stabilität, Versorgungssicherheit und Klimaziele unter lokaler Führung zu vereinen.

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Kernstück der Initiative ist die neu gegründete Stadtnetze Lörrach GmbH & Co. KG. Die Stadtwerke Lörrach halten dabei 51 Prozent der Anteile, während badenovaNETZE die verbleibenden 49 Prozent behält. Diese Partnerschaft ermöglicht es der Stadt, größeren Einfluss auf Infrastrukturentscheidungen zu nehmen, während die technische Betriebsführung in erfahrenen Händen bleibt.

Künftig wird Lörrach Investitionen und Netzausbau direkter steuern. Bereits wurden über 11 Millionen Euro für die Modernisierung des Standorts Wiesenweg bereitgestellt, um Kapazitäten und Zuverlässigkeit zu erhöhen. Die badenovaNETZE bleibt weiterhin für den täglichen technischen Betrieb und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben verantwortlich.

Die Erträge aus dem Netzbetrieb sowie zusätzliche Gewerbesteuern verbleiben in der Region. Die Verantwortlichen betonen, dass diese finanzielle Rückbindung langfristig eine nachhaltige Entwicklung fördert. Gleichzeitig soll der Netzbetrieb wirtschaftlich tragfähig gestaltet und die lokale Energiewende vorangetrieben werden.

Mit der Rekommunalisierung der Energieinfrastruktur rückt Lörrach diese in den Mittelpunkt der Stadtplanung. Die Stadt erwartet, dass das Projekt das regionale Wirtschaftswachstum ankurbelt und die Klimaschutzziele stärkt. Gewinne und Steuermehreinnahmen kommen der Kommune zugute und finanzieren künftige Nachhaltigkeitsprojekte.

Quelle