Mainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen "Schlag ins Gesicht"
Maximilian SchmidtMainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen "Schlag ins Gesicht"
Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger übt scharfe Kritik am Eröffnungstermin von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen
Die Eröffnung des neuen Terminals 3 am Frankfurter Flughafen bezeichnet Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger als "Schlag ins Gesicht" für die Anwohner:innen der Rhein-Main-Region, die seit Jahren unter übermäßigem Fluglärm leiden. Ihre Äußerungen unterstreichen die langjährigen Bedenken hinsichtlich der Lärmbelastung und der Rechtfertigung für den Neubau.
Steinkrüger argumentiert, Terminal 3 sei ursprünglich mit dem Verweis auf steigende Passagierzahlen geplant worden – eine Begründung, die durch Flugdaten jedoch nie gestützt wurde. Stattdessen hätten die Betreiber auf Billigfluglinien und Frachtflüge gesetzt, um die Kapazitäten auszulasten. Die Flughafenverantwortlichen hätten ihre Argumentation mittlerweile auf "Abfertigungsqualität" verlagert, um den Bau auf geschütztem Waldgebiet zu rechtfertigen.
Seit Jahren überschreiten die Lärmpegel in der Rhein-Main-Region die gesetzlichen Grenzwerte und machen das Leben für viele Anwohner:innen unerträglich. Steinkrüger betont, dass die Architektur des Terminals das Problem weiter verschärfen werde, da es noch mehr Flüge ermögliche. Zudem seien die versprochenen starken Zuwächse im Luftverkehr, mit denen das Projekt vorangetrieben wurde, in den vergangenen zehn Jahren ausgeblieben.
In einer deutlichen Bewertung bezeichnete sie die Eröffnung als "Beerdigung für eine von Lärm gepeinigte Region". Unklar bleibt unterdessen die Zukunft von Terminal 2, einer weiteren großen Anlage, während die Streitigkeiten über die Expansionspläne anhalten.
Die Inbetriebnahme von Terminal 3 hat die Debatten über Fluglärm und Flughafenausbau neu entfacht. Steinkrügers Aussagen spiegeln die Frustration der lokalen Bevölkerung wider, die seit Jahren unter hohen Lärmbelastungen leidet. Mit der nun bevorstehenden Eröffnung rückt die Frage in den Fokus, wie die Region ihre ökologischen und betrieblichen Herausforderungen bewältigen wird.






