24 March 2026, 22:04

Merz schließt Steuersenkungen in dieser Legislaturperiode kategorisch aus

Plakat mit fettgedrucktem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Reich und große Konzerne."

Merz schließt Steuersenkungen in dieser Legislaturperiode kategorisch aus

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Steuersenkungen unter der aktuellen CDU/CSU-SPD-Koalition ausgeschlossen. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung mit internen Streitigkeiten über die Finanzpolitik konfrontiert ist. Da bis Ende 2026 die Hälfte der Legislaturperiode abgelaufen sein wird, warnte Merz, dass große Reformen in der zweiten Hälfte einer Amtszeit oft ins Stocken geraten.

Seit Januar 2026 sind steuerliche Entlastungsmaßnahmen in Kraft getreten, darunter ein höherer Grundfreibetrag und ein reduzierter Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie. Dennoch gab es in den letzten Monaten Spannungen wegen möglicher Mehrwertsteuererhöhungen und Vermögenssteuer-Pläne, was Fragen zur Einheit der Koalition aufwirft.

Die Regierung hat in diesem Jahr bereits mehrere Steuersenkungen umgesetzt. Der steuerfreie Grundfreibetrag stieg auf 12.348 Euro, während die Obergrenze für den Spitzensteuersatz auf 69.879 Euro angehoben wurde. Pendler erhalten nun 38 Cent pro Kilometer, und der Mehrwertsteuersatz für Restaurantmahlzeiten sank auf sieben Prozent. Diese Änderungen entsprechen früheren Koalitionszusagen, die finanzielle Belastungen für Bürger und Unternehmen verringern sollen.

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In den letzten Monaten sind jedoch Meinungsverschiedenheiten aufgetreten. Zwischen September 2025 und März 2026 gab es Diskussionen über eine Anhebung des regulären Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 21 Prozent. Ein solcher Schritt würde gegen das Koalitionsabkommen Verantwortung für Deutschland verstoßen, das keine neuen Steuerlasten vorsieht. Gleichzeitig müssen die Pläne für eine Steuerreform 2027 bis zum 30. April 2026 finalisiert werden, doch die Debatten über Vermögenssteuern und Entlastungen für Mittelschichtler bleiben ungelöst.

Merz hat deutlich gemacht, dass mögliche Änderungen der Steuerpolitik auf Entlastungen und nicht auf zusätzliche Kosten abzielen müssen. Er erwartet vom Finanzminister Vorschläge für gezielte Einkommensteuersenkungen für bestimmte Einkommensgruppen. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Zeit knapp wird, da entscheidende Weichenstellungen zwischen Ostern und der Sommerpause getroffen werden müssen. Anpassungen könnten noch über Sozialabgaben erfolgen, doch große Reformen verlieren in der Regel nach der Halbzeit einer Legislaturperiode an Schwung.

Die Koalition steht nun vor einer engen Frist, um ihre Steuerstreitigkeiten beizulegen. Merz' Ablehnung von Steuererhöhungen zwingt die Finanzverantwortlichen, alternative Wege zur Finanzierung der Reformen zu finden. Angesichts der anstehenden Haushaltsreform 2027 werden die kommenden Monate zeigen, ob die Regierung ihre Entlastungsversprechen mit fiscaler Verantwortung in Einklang bringen kann.

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