NRW kämpft für historischen Mutterschutz für selbstständige Frauen bundesweit
Clara HofmannNRW kämpft für historischen Mutterschutz für selbstständige Frauen bundesweit
Nordrhein-Westfalen treibt gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in ganz Deutschland voran
Das Bundesland hat eine Bundesratsinitiative gestartet und eine Machbarkeitsstudie zu dem Thema in Auftrag gegeben. Derzeit bringen in Deutschland jährlich rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt – ohne finanzielle oder rechtliche Absicherung.
Kern des Vorschlags ist eine einmalige Pauschalzahlung, die entgangene Einnahmen während der Schutzfrist nach der Geburt ausgleichen soll. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als Berufsrisiko behandelt werden dürfe. Die Landesregierung hatte bereits mehrfach stärkere rechtliche Schutzmechanismen für Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen gefordert.
Das Bundeswirtschaftsministerium veranstaltete kürzlich in Berlin eine Konferenz, um mögliche Umsetzungsmodelle zu diskutieren. Teilgenommen hatten Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen. Auch die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) legte auf Basis einer landesfinanzierten Machbarkeitsstudie Empfehlungen vor.
Die Ergebnisse der Studie sollen im Juli veröffentlicht werden. Bei einer Umsetzung wäre es das erste Mal, dass selbstständige Frauen in Deutschland einen formalen Mutterschutz erhalten. Ziel der Initiative ist es, eine langjährige Lücke in der sozialen Absicherung von Freiberufler:innen und Selbstständigen zu schließen. Gelingt der Vorstoß, würde er tausenden Frauen während der Schwangerschaft und nach der Entbindung finanzielle Sicherheit bieten. Die endgültige Entscheidung hängt von den Erkenntnissen des anstehenden Machbarkeitsberichts ab.






