07 May 2026, 10:05

NRW-Polizei startet "Digitale Streife" gegen Kriminalität im Netz mit OSINT-Methoden

FBI Ten Most Wanted Fugitive Eric Robert Rudolph poster with three photos of different individuals and black background with white text.

NRW-Polizei startet "Digitale Streife" gegen Kriminalität im Netz mit OSINT-Methoden

Nordrhein-Westfalens Polizei startet Großoffensive für digitale Ermittlungen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine umfassende Initiative gestartet, um ihre Ermittlungskompetenz im digitalen Raum deutlich auszubauen. Unter dem Namen „Digitale Streife“ sollen Bedrohungen und Straftäter im Internet mit modernsten Methoden aufgespürt werden. Beamte werden nun speziell darin geschult, Verdächtige über deren Aktivitäten in sozialen Medien und öffentlich zugängliche Daten zu identifizieren.

Das Projekt wurde im September 2024 unter der Leitung des Landeskriminalamts (LKA) Düsseldorf ins Leben gerufen. Allein beim LKA wurden dafür zehn zusätzliche Stellen geschaffen, hinzu kommen fast 100 weitere Beamte in sechs spezialisierten Einheiten. Diese Teams konzentrieren sich auf den Staatsschutz und die nationale Sicherheit und setzen dabei auf Open-Source-Intelligence (OSINT), um Informationen aus öffentlich zugänglichen Online-Quellen zu sammeln und auszuwerten.

Die OSINT-Abteilung des LKA ist innerhalb kürzester Zeit von zwei auf 16 Fachleute angewachsen. Zum Team gehören mittlerweile IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftler, die gemeinsam daran arbeiten, digitale Ermittlungen zu professionalisieren. Fabian Coenen, Leiter der Abteilung 22.2 beim LKA, betonte, dass die Maßnahmen darauf abzielen, die Fähigkeiten der Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Online-Terrorismus deutlich zu stärken.

Zu der Initiative gehören auch digitale Streifen, verdeckte Operationen im Netz sowie KI-gestützte Arbeitsplätze. Das LKA fungiert dabei als zentrale Schaltstelle: Es koordiniert die Einsätze, setzt Standards und vernetzt die Kräfte im gesamten Bundesland. Parallel dazu schult Marc Restemeyer, Dozent an der Landesakademie für Ausbildung, Ermittler im Umgang mit OSINT-Methoden. Erst kürzlich gelang es in einem Fall, einen gesuchten Influencer über die Analyse seiner Social-Media-Beiträge und Kommentare aufzuspüren.

Die Ausweitung der digitalen Ermittlungskapazitäten markiert einen grundlegenden Wandel im Umgang der nordrhein-westfälischen Polizei mit digitalen Bedrohungen. Mit mehr Personal, moderner Technik und spezialisierter Ausbildung können die Beamten nun schneller auf Online-Gefahren reagieren. Die Sicherheitsbehörden des Landes sind damit besser gerüstet, um Informationen in öffentlichen digitalen Räumen zu überwachen, zu analysieren und gezielt zu handeln.

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