Paul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Warum er jetzt für Österreich spielt
Ella WagnerPaul Wanner wechselt die Nationalmannschaft: Warum er jetzt für Österreich spielt
Paul Wanner, ein aufstrebendes Fußballtalent, hat sich entschieden, künftig für Österreich statt für Deutschland auf internationaler Ebene zu spielen. Die Entscheidung fällt nach Jahren in deutschen Jugendnationalmannschaften und einer Nominierung für die A-Auswahl, die er letztlich ablehnte. Sein Wechsel erfolgte nach Gesprächen mit Ralf Rangnick, der eine Schlüsselrolle bei seiner Wahl spielte.
Wanner wurde in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters geboren und wuchs in Amtzell nahe der österreichischen Grenze auf. Mit 13 Jahren wechselte er vom FV Ravensburg zu Bayern München und durchlief dort rasant die Jugendabteilungen. Bereits mit 16 debütierte er als jüngster Bayern-Spieler in der Bundesliga und trainierte regelmäßig mit den Profis.
Trotz seiner Fortschritte gelang ihm der Durchbruch in der ersten Mannschaft nicht dauerhaft. Es folgten Leihstationen bei Elversberg und Heidenheim, bevor er im Sommer 2025 für 15 Millionen Euro zu PSV Eindhoven wechselte. Parallel sammelte er 27 Einsätze in deutschen Jugendnationalteams von der U17 bis zur U21.
Im November 2025 berief Julian Nagelsmann ihn erstmals in die deutsche A-Nationalmannschaft – doch Wanner lehnte ab und entschied sich für Österreich. Als Gründe nannte er seine persönliche Verbundenheit mit seinen österreichischen Wurzeln sowie den Einfluss Rangnicks. Nun strebt er eine Rolle als klassische "Zehn" in der österreichischen Mannschaft an und hofft, dass Rangnick auch nach der WM als Nationaltrainer bleibt. Die österreichische Nationalhymne lernt er noch.
Wanners Wechsel zu Österreich markiert eine bedeutende Wende in seiner Länderspielkarriere. Sein Weg führte ihn von Bayerns Nachwuchsabteilung über einen hochkarätigen Transfer bis hin zur bewussten Entscheidung, das Land seiner Mutter zu repräsentieren. Seine Clubkarriere bleibt davon unberührt – dort entwickelt er sich weiterhin zu einem Leistungsträger.






