26 June 2026, 22:04

Pistorius stärkt deutsch-französische Rüstungskooperation trotz FCAS-Krise und Bundeswehr-Probleme

Pistorius sieht weiterhin keinen Bedarf für die Einberufung

Pistorius stärkt deutsch-französische Rüstungskooperation trotz FCAS-Krise und Bundeswehr-Probleme

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat seine Verpflichtung zur deutsch-französischen Zusammenarbeit betont – trotz des Scheiterns des FCAS-Programms. Gleichzeitig ging er auf drängende Probleme innerhalb der Bundeswehr ein, darunter Personalmangel und steigende Kosten bei Rüstungsprojekten.

Pistorius erklärte, dass das Prinzip der Freiwilligkeit auch in den kommenden Jahren die Leitlinie für die Streitkräfte bleiben werde. Zwar werde die Truppe ausgebaut, eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht sehe er derzeit jedoch nicht als notwendig an. Ein bedarfsgerechter, selektiver Wehrdienst könnte allerdings in Betracht gezogen werden, falls sich die Personallage weiter verschärfe – aktuell stehe dies aber nicht zur Debatte.

Die Ampelkoalition hat vereinbart, dass bei einer Überzahl offener Stellen im Vergleich zu qualifizierten Bewerbern korrigierende Maßnahmen ergriffen werden. Pistorius betonte zudem, dass in der Militärstrategie Quantität und Qualität kombiniert werden müssten – etwa durch den Einsatz großer Mengen kostengünstiger Drohnen.

Eine interne Prüfung ergab, dass die Gesamtkosten für das Fregatten-Projekt F126 mittlerweile 18 Milliarden Euro übersteigen. Um die Fähigkeiten der Rüstungsindustrie zu stärken, wurde ein Runden Tisch eingerichtet, der das Know-how der Automobilhersteller besser nutzen soll. Pistorius, der sich in seinem Amt wohlfühlt, schloss eine Kandidatur als SPD-Kanzlerkandidat aus und verwies auf die umfangreichen Aufgaben in seiner aktuellen Position.

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Der Verteidigungsminister bleibt darauf fokussiert, die deutsch-französischen Beziehungen zu festigen und die Herausforderungen der Bundeswehr anzugehen. Die Regierung beobachtet die Entwicklungen in der Verteidigungspolitik weiterhin genau und lotet kosteneffiziente sowie strategische Lösungen aus. Sollten sich die Rekrutierungslücken in Zukunft weiter verschärfen, werden korrigierende Schritte eingeleitet.

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