Pro Bahn deckt Licht und Schatten der neuen VRR- und Rheinland-Tarife auf
Maximilian SchmidtPro Bahn deckt Licht und Schatten der neuen VRR- und Rheinland-Tarife auf
Pro Bahn analysiert aktuelle Tarifänderungen im VRR und im Rheinland-Tarif
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die jüngsten Tarifanpassungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sowie im Rheinland-Tarif unter die Lupe genommen. Dabei lobte der Verband sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme bei den neuen digitalen eezy-Tarifen.
Gelobt wurden die Preise für Tageskarten im VRR sowie die monatliche Kostenobergrenze in beiden Tarifsystemen. Auch die Einzelkindertarife im VRR wurden als angemessen bewertet.
Allerdings kritisierte Pro Bahn erhebliche Mängel bei den Reformen. So fehlt es beim eezy-Tarif in mehreren Stufen an einer täglichen Preisobergrenze – digitale Tickets können dadurch teurer ausfallen als klassische 24-Stunden-Karten. Zwar ermöglicht die Tarifzonen-Aufteilung auf bestimmten Strecken Einsparungen, doch sie erhöht die Komplexität des Systems unnötig.
Der Tarifexperte Jörg Bruchertseifer warnte, dass solche Widersprüche das Vertrauen in digitale Tarifoptionen untergraben könnten. Zudem monierte der Verband, dass in beiden Netzen keine speziellen Tageskarten für allein reisende Kinder angeboten werden. Gelegentliche Fahrgäste, Familien und unbegleitete Kinder haben daher weiterhin Schwierigkeiten, sich in den Tarifstrukturen zurechtzufinden.
Nicht immer sind digitale Tickets die günstigste Wahl für den Alltagsverkehr. Das Fehlen einer täglichen Preisgrenze und die komplizierte Tarifzonen-Einteilung stellen die Fahrgäste weiterhin vor Herausforderungen. Pro Bahn kommt zu dem Schluss, dass weitere Nachbesserungen nötig sind, um mehr Fairness und Benutzerfreundlichkeit im System zu gewährleisten.
