Rechtsextremer "Nazi" zu sechs Jahren Haft wegen brutaler Angriffe verurteilt
Clara HofmannRechtsextremer "Nazi" zu sechs Jahren Haft wegen brutaler Angriffe verurteilt
Ein 25-jähriger Rechtsextremist ist wegen einer Serie gewalttätiger Angriffe in den Jahren 2024 und 2025 zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Lucas K., von der Staatsanwaltschaft als "überzeugter Nazi" beschrieben, verübte mehrere bewaffnete Übergriffe, bevor er schließlich festgenommen wurde. Zu seinen Straftaten zählten Bedrohungen, körperliche Angriffe sowie der Einsatz einer Gaswaffe gegen mehrere Opfer.
Lucas K. hatte bereits vor seinen jüngsten Verurteilungen eine lange Geschichte gewalttätigen Verhaltens. 2024 ging er in zwei getrennten Vorfällen gegen einen Studenten und eine junge Frau vor – mit Drohungen und Gewalt. Anfang 2025 eskalierten seine Angriffe weiter.
Im Februar 2025 beschimpfte er drei Schüler einer freien Schule und schoss mit einer Gaspistole auf sie. Nur zehn Tage später überfielen er und seine Komplizen den schwarzen Polizisten Andreas N. und dessen hochschwangeren Partnerin. Bei dem Angriff setzte Lucas K. einen Teleskopschlagstock ein.
Am 14. März 2025 feuerte er erneut mit derselben Gaspistole auf einen Passanten und verletzte diesen leicht am Ohr. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest, ließ ihn jedoch kurz darauf wieder frei – obwohl er aufgrund seiner Vorstrafen eigentlich in Haft hätte sitzen müssen.
Das Gericht sprach ihn der versuchten schweren und gefährlichen Körperverletzung, Bedrohung, rechtsextremer Propaganda-Delikte sowie Beleidigung schuldig. Drei weitere Extremisten, die mit den Angriffen in Verbindung standen, erhielten mildere Strafen: Zwei von ihnen wurden zu Haftstrafen zwischen zehn und zwölf Monaten verurteilt, ein Dritter musste 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
Die Staatsanwaltschaft stufte Lucas K. als "gefährlichen Gewalttäter" mit tief verwurzelten Vorurteilen ein. Sein Auftreten als Nazi-Skinhead und seine wiederholten Einschüchterungsversuche standen im Mittelpunkt des Verfahrens.
Lucas K. wurde zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt. Das Urteil reiht sich ein in eine Serie rechtsextremer Gewalt, die sich gegen schutzbedürftige Personen und Amtsträger richtete. Seine Verurteilung erfolgt zu einer Zeit, in der die Behörden die Aktivitäten von Extremisten in der Region weiterhin genau beobachten.






