08 May 2026, 14:11

Sachsen-Anhalt begehnt erstmals offiziell den Tag der Befreiung am 8. Mai

Das Frauen-Denkmal des Zweiten Weltkriegs in London, eine große schwarze Struktur mit eingravierten Text, umgeben von einem gepflasterten Bereich mit Geländern, Laternenmasten und einem Gebäude im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Sachsen-Anhalt begehnt erstmals offiziell den Tag der Befreiung am 8. Mai

Heute ist der Tag der Befreiung – ein Gedenktag an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945. Erstmals begeht Sachsen-Anhalt das Datum offiziell als Tag der Erinnerung, nachdem die Linke im Landtag eine entsprechende Initiative vorangetrieben hatte.

Eva von Angern, Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, betonte, dass der Jahrestag mehr sein müsse als eine leere Geste. Sie warnte davor, ihn zur bloßen Routine verkommen zu lassen, und forderte, dass er die Forderungen „Nie wieder Krieg!“ und „Nie wieder Faschismus!“ – Prinzipien, die sie als untrennbar bezeichnete – neu verankern solle.

Von Angern würdigte die Soldaten der Anti-Hitler-Koalition, Widerstandskämpfer:innen und Partisan:innen, die die Befreiung erst möglich gemacht hatten. Gleichzeitig gedachte sie der Opfer der faschistischen Herrschaft und mahnte, ihre Geschichten dürften nicht in Vergessenheit geraten, auch wenn die Zahl der Zeitzeug:innen immer kleiner werde.

Die Linke hat bereits konkrete Schritte unternommen, um das Gedenken dauerhaft zu verankern: Auf ihre Initiative hin sind Besuche von Gedenkstätten für Schüler:innen in Sachsen-Anhalt nun verpflichtend. Von Angern wies auf die anhaltende Gefahr rechtsextremer Ideologien hin – die Grundüberzeugungen, die zu Verbrechen wie Auschwitz geführt hätten, seien bis heute präsent. Sie rief zu einem konsequenten demokratischen Widerstand gegen solche Strömungen auf.

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Gleichzeitig unterstrich sie die Notwendigkeit, Diskriminierung zu bekämpfen und die Gleichberechtigung aller zu verteidigen. Ohne dies, so ihre Warnung, drohten die Lehren der Geschichte in Vergessenheit zu geraten.

Die neue Gedenkpraxis in Sachsen-Anhalt ist Teil einer breiteren Anstrengung, die Erinnerung an die Vergangenheit im öffentlichen Bewusstsein wachzuhalten. Schulen werden künftig verpflichtende Gedenkstättenbesuche durchführen, während politische Verantwortliche das Gedenken mit aktivem Einsatz gegen Extremismus verknüpfen. Das Ziel bleibt klar: das Erbe der Befreiung durch Bildung und Wachsamkeit zu bewahren.

Quelle