Sachsen-Anhalt schlägt Alarm: Fast 5.000 Raser in einer Woche erfasst
Ella WagnerSachsen-Anhalt schlägt Alarm: Fast 5.000 Raser in einer Woche erfasst
Sachsen-Anhalts Polizei beteiligte sich an europaweiter Raserkontrolle
Vom 13. bis 19. April 2026 nahm die Polizei Sachsen-Anhalts an einer europaweiten Großkontrolle gegen Rasertum teil. Während der Aktionswoche wurden über 4.900 Temposünder erfasst. Die Behörden zeigten sich alarmiert – besonders in städtischen Gebieten fuhren viele Autofahrer mit gefährlich hohen Geschwindigkeiten.
Im Rahmen der ROADPOL-Geschwindigkeitskontrollwoche waren 1.179 Beamte im Einsatz. Die Kontrollen förderten massenhafte Verstöße zutage, vor allem in Magdeburg und Halle (Saale). In Tempo-50-Zonen erreichten einige Fahrer sogar bis zu 100 km/h.
Am 15. April, während des sogenannten "Speed-Marathons", wurden an einem einzigen Tag 1.417 Verstöße registriert. An einer Kontrollstelle auf der B91 in Halle war jedes zweite überprüfte Fahrzeug zu schnell unterwegs – zwölf Fahrverbote wurden ausgestellt.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang kritisierte die hohe Zahl der Temposünder scharf: "Raserei gefährdet Menschenleben." Bei schweren Verstößen drohen mindestens 400 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Zudem deckten die Beamten Verstöße gegen Transportvorschriften im Güterverkehr auf.
Nächste Kontrolle: Lkw und Busse im Fokus Vom 4. bis 10. Mai 2026 beteiligt sich Sachsen-Anhalt an der Aktionswoche "Truck & Bus II", die sich auf grenzüberschreitende Kontrollen von Nutzfahrzeugen konzentriert.
Die Ergebnisse der Geschwindigkeitskontrollen unterstreichen das anhaltende Problem mit Rasern in Sachsen-Anhalt. Mit fast 5.000 Verstößen fordern die Behörden eine konsequentere Einhaltung der Tempolimits. Weitere Kontrollen sind im Rahmen der laufenden Verkehrssicherheitsmaßnahmen geplant.






