20 March 2026, 06:05

Sachsen-Anhalt setzt auf Gaskraftwerke mit Wasserstoff-Perspektive für Schkopau

Säulendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland vergleicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Sachsen-Anhalt setzt auf Gaskraftwerke mit Wasserstoff-Perspektive für Schkopau

Sachsen-Anhalt treibt den Bau neuer Gaskraftwerke voran, die später auf Wasserstoff umgestellt werden könnten. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht dabei der etablierte Standort Schkopau. Ministerpräsident Sven Schulze traf sich kürzlich in Prag mit den Energieunternehmen EPH und MIBRAG, um Investitionsmöglichkeiten zu erkunden und die Energiezukunft der Region zu sichern.

Das Kraftwerk Schkopau hat bereits seit 2021 den Kohleeinsatz reduziert und stellt schrittweise auf Erdgas um. Ältere Kohleblöcke wurden stillgelegt, während die Kapazitäten für Erdgas ausgebaut und die CO₂-Emissionen gesenkt wurden – ein wichtiger Schritt hin zu den Dekarbonisierungszielen. Doch steigende CO₂-Preise und veränderte Strommärkte belasten die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Standorts.

Schulze betonte die Notwendigkeit einer zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung, um das industrielle Wachstum Sachsen-Anhalts zu stützen. Bei den Gesprächen in Prag ging es vor allem um die Rolle Schkopaus als zentraler Energieknotenpunkt für Mitteldeutschland. EPH, ein führendes europäisches Energieunternehmen, hält Anteile sowohl an MIBRAG als auch am Kraftwerk Schkopau.

MIBRAG, das im Braunkohletagebau sowie in Kraftwerken in Sachsen-Anhalt und Sachsen aktiv ist, erweitert sein Geschäft nun auf Erneuerbare Energien, Wasserstoff und Industrieservices. Alle Beteiligten einigten sich darauf, die Energiewende in der Region und mögliche Investitionen weiter zu erörtern.

Auch die Bundesregierung plant Ausschreibungen für wasserstofftaugliche Gaskraftwerke – Sachsen-Anhalt setzt sich dafür ein, dass Standorte wie Schkopau dabei priorisiert werden. Landesregierung, Unternehmen und Gewerkschaften arbeiten gemeinsam daran, den Strukturwandel mit Arbeitsplatzsicherheit und industrieller Wertschöpfung in Einklang zu bringen.

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Die Umstellung des Kraftwerks Schkopau von Kohle auf Gas hat bereits zu Emissionsminderungen geführt. Doch die langfristige Zukunft hängt von neuen Investitionen und politischer Unterstützung ab. In weiteren Gesprächen soll erkundet werden, wie Wasserstoff- und Gasprojekte die Energieversorgung sichern und gleichzeitig industrielle Arbeitsplätze in der Region erhalten können.

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