Sachsen-Anhalt verdoppelt Kulturhaushalt auf 193 Millionen Euro bis 2026
Hannah HofmannSachsen-Anhalt verdoppelt Kulturhaushalt auf 193 Millionen Euro bis 2026
Sachsen-Anhalt hat seine Investitionen in die Kultur in den vergangenen fünf Jahren deutlich erhöht. Bei einem Treffen mit Vertretern der Kulturbranche diskutierte Kulturminister und Staatsminister Rainer Robra über die erreichten Fortschritte und künftige Pläne. Dabei wurde die wachsende Verpflichtung des Landes zur kulturellen Entwicklung betont.
Der Kulturhaushalt für das Jahr 2026 beläuft sich nun auf rund 193 Millionen Euro – ein Anstieg gegenüber den 125 Millionen Euro im Jahr 2017. Diese Steigerung entspricht einem Wachstum von über 50 Prozent seit Beginn der aktuellen Entwicklungsphase.
Im Rahmen des Treffens wurde der Kulturförderbericht 2021–2026 vorgestellt und online zugänglich gemacht. Der Bericht gibt einen detaillierten Überblick über die kulturpolitischen Entwicklungen in der Region. Zudem wurde das kürzlich verabschiedete Kulturfördergesetz erörtert, das zentrale Regelungen bündelt und die Förderstrukturen stärkt.
Robra unterstrich die Bedeutung von Kultur für die Identitätsbildung, den sozialen Zusammenhalt und die Attraktivität Sachsen-Anhalts. Kultur sei kein Luxus, sondern die Grundlage einer freien und offenen Gesellschaft, so der Minister. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Sektor seien durch Unterstützungsprogramme und Investitionen in die Digitalisierung abgemildert worden.
Das Treffen machte deutlich, dass Sachsen-Anhalt den Anspruch hat, zu einem kulturellen Zentrum zu werden. Die neuen Förderstrukturen und der erhöhte Haushalt sollen das langfristige Wachstum der Branche sichern. Der Kulturförderbericht und das Gesetz bieten eine klare Roadmap für die zukünftige Kulturpolitik der Region.






