29 June 2026, 06:04

Salzgitter kämpft um seinen VW-Standort nach Blumens Äußerungen zu Stellenabbau

"Keine Zukunftsplanung, aber der Anfang vom Ende unserer Zukunft!"

Salzgitter kämpft um seinen VW-Standort nach Blumens Äußerungen zu Stellenabbau

Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat mit deutlicher Verärgerung auf Berichte über die jüngsten Pläne von Volkswagen-Chef Oliver Blume reagiert. Er bezeichnete Blumens öffentliche Infragestellung einer kürzlich getroffenen Vereinbarung als „nervend und empörend“. Die Äußerungen kommen keine anderthalb Jahre, nachdem ein großer Deal mit Gewerkschaften und Unternehmensführung ausgehandelt worden war.

Im Dezember 2024 hatten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsräte und die IG Metall von Volkswagen auf eine Zukunftsstrategie geeinigt. Der Plan sah zwar Stellenabbau vor, garantierte aber den Erhalt aller VW-Standorte mit Beschäftigungssicherung. Klingebiel betont nun, der Standort Salzgitter sei „nicht verhandelbar“ und müsse innerhalb des Konzerns bleiben.

Er argumentierte, dass die Schließung von Werken und der Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen kein nachhaltiger Weg sei. Der Oberbürgermeister zeigte sich zudem solidarisch mit den Beschäftigten an allen VW-Standorten. Begrüßt wurde von ihm die Unterstützung durch Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies, der in der Sache eine klare Haltung eingenommen hat.

Klingebiels Kritik unterstreicht die Spannungen um die künftige Ausrichtung von Volkswagen. Die bestehende Vereinbarung sollte Kosteneinsparungen mit Standortsicherung in Einklang bringen. Seine Position macht deutlich, wie groß der lokale und politische Widerstand gegen weitere Umstrukturierungsmaßnahmen ist.

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