26 June 2026, 22:04

Schweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar löst Rassismus-Debatte aus

Bastian Schweinsteiger betont, dass seine Aussagen über die Spielweise der Elfenbeinküste bei der WM nicht personenbezogen waren

Schweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar löst Rassismus-Debatte aus

Die deutsche Mannschaft sicherte sich in der Gruppenphase mit einem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste den Erfolg. Doch das Spiel geriet später in den Hintergrund, als kontroverse Äußerungen von Bastian Schweinsteiger über den Spielstil der ivorischen Mannschaft für Aufsehen sorgten.

Schweinsteiger bezeichnete den Fußball der Elfenbeinküste als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild, vielleicht auch nicht so stark taktisch geprägt“ und als unberechenbar. Einige Kommentatoren warfen ihm vor, damit rassistische Klischees zu bedienen. Der schwarze Journalist Philipp Awounou schrieb im „Spiegel“, die Aussagen erinnerten an alte koloniale Vorurteile, auch wenn er Schweinsteiger selbst keine rassistische Gesinnung unterstelle.

Der ivorische Trainer Emerse Faé nannte die Bemerkungen rassistisch, äußerte aber die Hoffnung, es handele sich lediglich um eine unglückliche Formulierung. Schweinsteiger verteidigte sich und betonte, er habe niemanden verletzen wollen – seine Worte seien rein fachliche Analysen gewesen. ARD-Programmdirektor Axel Balkausky unterstützte diese Sicht und erklärte, die Äußerungen seien nicht rassistisch, sondern eine professionelle Einschätzung gewesen.

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Jürgen Klopp ging auf die Debatte nicht näher ein und bezeichnete sie als „ernst und sensibel“. Unterdessen führte Faé seine Mannschaft mit einem historischen 2:0-Sieg gegen Curaçao erstmals in die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft.

Im Mittelpunkt des Streits stehen Schweinsteigers Wortwahl und die damit verbundenen Assoziationen. Trotz der Kontroverse zog die Elfenbeinküste in die nächste Runde ein. Die Diskussion zeigt, wie brisant die Sprache im Fußballkommentar nach wie vor ist.

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