17 April 2026, 04:05

Sicherheitsgefühl in Großbritannien: Wo Ängste und Realität auseinandergehen

Eine USA-Karte, die die Gewaltkriminalitätsrate pro 100.000 Einwohner je Bundesstaat anzeigt, mit dunkleren Schattierungen für höhere Kriminalitätslevels und zusätzliche Datendetails unten.

Sicherheitsgefühl in Großbritannien: Wo Ängste und Realität auseinandergehen

Die meisten Menschen in Großbritannien fühlen sich in ihren Wohnungen und Nachbarschaften sicher – über 90 % geben an, ein Gefühl der Geborgenheit zu haben. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich Kriminalität bestehen, besonders an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten. Neue Daten aus dem Jahr 2024 zeigen, wo sich tatsächliche Risiken und öffentliche Ängste überschneiden – und wo sie auseinandergehen.

Öffentliche Räume nach Einbruch der Dunkelheit sind nach wie vor die Orte, an denen sich die Menschen am verwundbarsten fühlen. Schlechte Beleuchtung, Abgeschiedenheit und geringes Fußgängeraufkommen verstärken die Unsicherheit, selbst wenn die Kriminalitätsrate dort nicht immer besonders hoch ist. Bahnhöfe hingegen stechen als ein Ort hervor, an dem sowohl die Angst als auch die tatsächlichen Straftaten übereinstimmen: Diebstahl und gewalttätige Vorfälle kommen dort regelmäßig vor.

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In städtischen Gebieten sind die Kriminalitätsraten höher, was auf mehr Gelegenheiten für Straftaten und schwächere Gemeinschaftsbindungen zurückzuführen ist. 2024 ereigneten sich fast 30 % der Gewaltdelikte im öffentlichen Raum, 20 % in Privathaushalten und 10 % in verkehrsbezogenen Umgebungen. Junge Männer tauchen in der Kriminalstatistik am häufigsten auf, wobei die Delikte bei beiden Geschlechtern in jungen Jahren ihren Höhepunkt erreichen. Forscher nennen zwei zentrale Risikofaktoren für Jugendgewalt: erlebte Misshandlung oder Vernachlässigung in der Kindheit sowie der Umgang mit gleichaltrigen Straftätern.

Auch die Wahrnehmung von Sicherheit unterscheidet sich je nach Geschlecht. Frauen sind häufiger von Gewalt durch Partner oder sexualisierter Gewalt betroffen, während Männer eher im öffentlichen Raum mit Gewalt konfrontiert werden. Dennoch fühlt sich die Mehrheit im Alltag geschützt – wenn auch nicht überall und nicht zu jeder Zeit.

Die Kluft zwischen Kriminalstatistiken und öffentlicher Angst zeichnet ein komplexes Bild. Zwar ereignen sich die meisten Gewaltdelikte in öffentlichen Räumen, Privathaushalten oder Verkehrs-knotenpunkten, doch steigt die Besorgnis besonders in schlecht beleuchteten oder menschenleeren Gegenden bei Nacht. Ein Verständnis dieser Muster könnte helfen, politische Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl den realen Gefahren als auch den damit verbundenen Ängsten begegnen.

Quelle